Jetzt stand das Bimo schon wieder länger in der Einfahrt. Es hat einfach wieder Tage gedauert, bis wir den richtigen Zeitslot für eine Tour gefunden hatten. Es war so vieles in Betracht zu ziehen, Garten, Enkelbetreuung, Impfung, …
Jetzt stand zumindest der Plan fest, erst 3 Wochen über Berlin nach MeckPomm, dann ein paar Tage zuhause Wäsche waschen und dann wieder los mit Ziel Nordspanien.
Es fiel schwer weg zu fahren, denn der Garten brauchte uns, es war hieß und trocken die letzten Wochen gewesen, eigentlich musste der Garten jetzt regelmäßig gewässert werden. Die Brombeeren werden auch nur richtig groß, wenn sie gewässert werden. Die Äpfel waren kurz vor der Reife, aber man kann nicht alles haben. Das Bimo hatte bislang nur gekostet, wie Unterbringung, Steuern und Versicherung und noch nicht den richtigen Spaßfaktor gebracht.
Irgendwie wird es aber auch immer problematischer reisefertig zu werden. Eigentlich sind wir ein aufgeräumter Haushalt, aber Sabine konnte ihre Sonnenbrille nicht finden und ich mein Kindle. Sabine wurde später fündig, ich zur Abfahrt immernoch nicht 🙁
Der Schornsteinfeger kam noch gestern vorbei, Feuerstättenbeschau, wieder so eine Bürokratiemonster. Er wollte mir weiss machen, dass ich für einen Termin verantwortlich war, Sabine wusste es besser, er hatte mit uns eine Vertrag gemacht, in dem er alle die bürokratischen Termine für uns organisiert, damit banden wir uns auch an ihn.
Aber noch so ein Bürokratiemonster war unsere Bank, bzw die gesetzlichen Anforderungen an die Bank. Die gesetzlich vorgeschriebene Adressbestätigung funktionierte bei mir nicht wie gedacht. Das kostetet auch wieder Stunden und Nerven mit Anruf bei der Helpline, denn eine Kontosperrung wollten wir nicht riskieren.
Die grossen Zimmerpflanzen hatte ich in den Garten gestellt, der Rasensprenger sollte das Giessen übernehmen, den unseren Nachbarn wollten wir die vielen Pflanzen im Haus nicht mehr zumuten. Bin gespannt, wie das funktioniert. Es soll ja noch ein paar richtig heisse Tagen geben.
Wir liessen uns Zeit und kamen erst gegen 13 Uhr los, denn vor 15 Uhr machte die Rezeption im Dömitzer Hafen nicht auf.
Für das Protokoll, unterwegs hatten wir eine Tankstelle gesehen, die für Diesel 2,37 Euro den Liter haben wollte. Gut, dass ich noch nicht tanken musste. Der Irankrieg und die neue Tankregelung, einmal am Tag nur noch die Preise zu ändern waren die Ursache. Wir werden vor 12 Uhr tanken !
Ich fuhr die Strecke besondern vorsichtig, ganz penibel auf alle Geschwindigkeitsschilder achtend. Noch ein Blitzer muss nicht sein, auf dieser Strecke hatte mich schon mal einer erwischt. 50, 90, 70, 80, 90, 70, … unglaublich diese kurzen Abschnitte. In Buchholz regen sich gerade alle über die neuen 30iger Regelungen auf.

Kurz vor 15 Uhr trafen wir ein, lange Schlange an Hotelgästen, Radler, vor uns 🙁 Aber am Stellplatz war nicht viel los.
Genau vor einem Jahr waren wir auch hier gewesen, die an der Rezeption brachten uns drauf.

Kleines Nickerchen, Kaffee und erst gegen 17 Uhr ging es wie letztes Jahr Richtung Rüterberg. Dömitz hat zwar immernoch etwas ganz besonderes für mich, aber anhalten und Bilder machen brauchten wir nicht, zu oft waren wir jetzt schin hier gewesen. Geändert hatte sich nichts.
Schnell waren wir mit unseren e-Bikes in Rüterberg. Der Elbradweg entlang der Landstraße war hier wirklich vorbildlich.
Die zwei Straßenverkäufe hatten leider nicht das was wir suchten, vielleicht hätten wir ja noch klingeln können, aber so dringend brauchten wir das Sauerfleisch und die getrockneten Pilze dann doch nicht.
Der kleine Stellplatz in Rüterberg war völlig überbelegt. Dich an dicht standen sie da. So sollte es auch nicht sein.

Wir radelten bis ans Ende von Rüterberg, ja, das war ein Ort, der uns reizte.
Eine kleine Wohnung bei ‚Stiftung Menschen am Fluss‘ direkt neben dem anderen Bimo Besitzer ?

Ich hätte doch damals den alten Wachturm kaufen sollen, der war jetzt schick renoviert und jetzt eine mietbare Ferienwohnung.