Sommer 2026 – Uckermark

Samstag 22. August – Lychen 

Ein Abschiedsbad im Liepnitzsee bevor wir aufbrechen. Wir kommen nächstes Jahr bestimmt wieder 🙂

Überall gab es jetzt hier Pfifferlinge. Die müssen wir auch noch mal machen. Ungedingt in die neue Liste eintragen, die wir mal erstellen wollen, was alles so im Bimo kochbar ist.

Lebensmittel Einkaufen in Templin, bevor es zum WildWood Camping Platz in der Nähe von Lychen ging. Es gab tatsächlich jetzt eine ganze Reihe von WildWood Camping Plätzen. Die kauften scheinbar große Plätze auf, die einen neuen Betreiber suchten, wie wir es von Oldendorf her kannten. Dieser war erst dieses Jahr Ende Mai eröffnet worden. Alles war noch ganz neu. Ideal für Berliner, da in 1 bis 2 Stunden erreichbar. 

Wir hatten uns einen großen Platz gegönnt.

Der gesamte Platz war riesig !

Strand am See ( Badetauglichkeit testen wir morgen, Sonntag früh ) 

mit Saunawagen.( testen wir, wenn die Berliner ab Montag wieder weg sind ) 

In Lychen waren wir schon mal 2022, das war auf einer Radtour von Fürstenberg aus. 

Heute ging es noch mal kurz nach Lychen rein. Ich mag ja diese alten Häuser.

Abends war es doch etwas frischer, doch mit dickerer Jacke und Socken ( für mich das erste Mal in diesem Urlaub ) konnten wir nach dem Grillen noch draussen sitzen. 

Die hohen Bäume rauschen kräftig im Wind. Sabine wurde heute Nachmittag fast von einem heruntergefallenen Ast der Birke erschlagen. 


Sonntag 23. August – Lychen nach Annenwalde

Nix mit Baden im See, es war zu kühl und ungemütlich. Uns war nach dem Kaffee schon kalt. Da half nur eine warme Dusche.

Unsere beiden Nachbar Wagen gegenüber fingen erst sehr spät mit dem Packen an. Die 5 Kinder tobten noch bis zum Schluss. Es wurde richtig ruhig als sie weg waren. 

Gegen Mittag ging es erst auf die Räder. Der Uckermärkische Radrundweg über Lychen nach Annenwalde. 

Ich muss auch meinen ersten Eindruck von Lychen revidieren, als wir 2022 von Fürstenberg kamen, hatten wir nur die eine Hauptstraße bis zum Marktplatz gesehen.

Es gab richtig nette Ecken und tolle alte Häuser. Es störten ( meine Augen ) nur die paar Mehrfamilienhäuser in Plattenbauweise. Der Trödlermarkt unten am See war ein Trauerspiel, nix los und nur wenige Stände. 

Diese Ecke ist nicht nur ein Paradies für Radfahrer, auch die Paddler haben hier Verbindungen zwischen all den Seen. 

Ein wunderschöner breiter Radweg, der mal richtig glatt war und nicht laufend durch Wurzelwerk aufgesprengt war, ging durch wunderschöne Wälder. Der See war schnell links liegengelassen und es ging durch die hügelige Landschaft.

Nach der Kirche von Alt Placht kam etwas Sandweg in Wellblechausführung.

Diese Allee hatte 2012 mal einen Preis als die schönste Allee gewonnen. War immernoch toll anzusehen.

In Annenwalde wurde schnell klar, hier waren wir schon mal, damals auf einer Tour von Templin aus, als wir ein paar Tage am Röddelin See waren. 

Ein Beutel leckere Zwetschgen gab es für 1€ vor dem Haus. 

Zurück in Lychen noch mal an der Seeuferpromenade entlang. Lychen war die Flösser Stadt.

Es war der Glashüttenradweg, wie wir später auf der Tourismus Seite von Lychen fanden.

Wir schauten uns noch mal die Sauna genauer an und beschlossen spontan einen Saunergang zu machen, da mit einem richtigen Holzofen eingeheizt war. Sabine legte noch etwas auf und ich holte schnell die Handtücher. 

Toller Blick durch die Scheibe auf den See. Von Aussen konnte man aber nicht hineinsehen. Wir hatten die Sauna für uns die 30 Minuten alleine. Erst als ich fertig war, wollten noch andere hinein. Platz wäre wohl zum Sitzen für 4 Personen gewesen.

Das Abkühlen im See war nochmals eine besondere Erfahrung, kannten wir so auch noch nicht. 

Den Abend verbrachten wir seit langem einmal wieder im Wagen. Draußen gab es wiederholt Regenschauer. 


Montag 24. August – Lychen nach Triepkendorf

Ich war morgens der ERSTE im See. Wie ich es liebe, der See war ganz glatt und ich machte die ersten Wellen. Es war zwar im Wasser wärmer als draussen, aber hinterher wurde ich nicht wieder so richtig warm. Ich hätte wie Sabine noch unter die warme Dusche gehen sollen.

Von Lychen gen Norden kannten wir noch die Gegend nicht. Erst wieder ab Neustrelitz, Neubrandenburg oder Burg Stargard. 

Wir kamen erst wieder gegen Mittag los. Der Tourismusverband von Lychen hatte auf der Webseite einen schönen Vorschlag. 

Heute gen Norden.

Wie gestern ging es toll auf breiten glatt geteerten Wegen los. 

Doch leider blieb es nicht so. 

Es wurde sandiger

Mehr Kopfsteinpflaster 

Mehr Waldwege, wobei die Waldwege das geringste Übel waren.

Zum Glück hatten wir die breiten Reifen.

In einem Ort hingen viele Plakate an den Zäunen. Hier schienen konservative auf eine etwas ideologische neue Bewohner zu stoßen. 

Der Ort Beenz mit der alten Dorfkirche hatte schon seinen Charm,

aber die Leute mussten 13 Kilometer nach Lychen zum Einkaufen fahren und das Angebot in Lychen ist nicht groß. Es gab hier 2 Nettos, den einen Netto, wie wir ihn kennen mit gelben Hintergund und roter Schrift. Den anderen mit dem schwarzen Hund auf gelben Hintergrund. 

Wir überquerten die Grenze von Brandenburg nach Mecklenburg Vorpommern, irgendwo auf einem Feldweg.

Der Dorfkrug von Tiepkendorf war mal eine Schule. Aus den Infos dort zum Dorf kopierte ich einige Zeilen und gab sie ChatGPT

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Ja. Die Begriffe auf dem Bild stammen aus der ländlichen Gesellschaft früherer Jahrhunderte. Gemeint sind:

  • Bauer – ein selbstständiger Landwirt, meist mit eigenem Hof und größeren landwirtschaftlichen Flächen.
  • Kossät (Kossate) – ein kleinerer Landwirt mit wenig Land. Kossäten besaßen häufig ein kleines Haus und etwas Ackerland und verdienten zusätzlich durch Tagelohn oder Handwerk.
  • Krüger – der Betreiber einer Dorfkneipe bzw. Schankwirtschaft. Oft war damit auch eine Funktion als Gastwirt verbunden.
  • Böttcher – ein Fass- und Küferhandwerker. Er stellte Fässer, Bottiche, Eimer und andere Gefäße aus Holz her.
  • Schneider – fertigte und reparierte Kleidung.
  • Schmied – bearbeitete Eisen und andere Metalle, etwa für Werkzeuge, Beschläge, Hufeisen und landwirtschaftliche Geräte.
  • Bauerschäfer – ein Schäfer, der die Schafe eines oder mehrerer Bauern betreute, im Gegensatz etwa zu einem größeren Gutsschäfer.

Interessant ist auch die Formulierung „19 Bauern, 4 Kossäten und ein Krüger“: Sie beschreibt damit nicht einfach nur Berufe, sondern die soziale und wirtschaftliche Struktur des Dorfes – also wie viele größere Bauernhöfe, kleinere bäuerliche Stellen und Handwerks-/Gewerbebetriebe es dort gab.

Dominalbesitz bezeichnete früher Grundbesitz, der dem Landesherrn bzw. dem Staat gehörte.

Der Begriff kommt von „Domäne“. Eine Domäne war ein landwirtschaftlich genutztes Gut, das nicht einem privaten Bauern, sondern dem Herrscher bzw. später dem Staat gehörte.

In deinem Text:

„1503 wird das Dorf Dominalbesitz“

bedeutet das wahrscheinlich, dass das Dorf ab 1503 zum landesherrlichen Besitz gehörte. Die dortigen Äcker, Wiesen, Wälder und/oder Höfe konnten also dem Landesherrn gehören und wurden von Bauern bewirtschaftet.

Wichtig: Dominalbesitz heißt nicht unbedingt, dass jedes einzelne Haus und jeder Bewohner dem Landesherrn „gehörte“. Es bezeichnet zunächst den Grund- und Gutsbesitz des Landesherrn.

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Der Badeplatz war schön, doch es war uns nicht warm genug.

Einmal Zwetschgen am Wegesrand gepflückt für den sofortigen Verzehr.

Aber es gab einen ganzen Weg, der voll mit kleinen roten und gelben Pflaumen war.

Die waren schon überreif und lagen am Boden, gähriger Duft stieg dort auf. 

Wir waren gut geschafft. Morgen mal eine Radtour Pause ?

Gegen Abend war ich mal wieder im alten IBM VR Call dabei und konnte vom ClassVR Projekt kurz berichten.


Dienstag 25. August 2026 – Lychen

Natürlich Schwimmen im See vor dem Frühstück. Nebenan von einem evangelischen Freizeitheim schallten schon die Chorgesänge rüber, was eine besondere Atmosphäre ergab.

Heute mal keine große Radtour, es ging nur kurz nach Lychen rein.

Einfach faulenzen am Wagen.

Da hatte ich Zeit, die AI mal zu unseren Rädern zu befragen. Sabine fühlte sich so unsicher auf unebenem Untergrund. Ich war der Meinung, es lagnicht an ihr, sondern an der Bauweise des Fahrrads.

Bitte erkläre für einen 12 jährigen, weshalb ein Fahrrad, das einen großen Steuerrohr winkel hat, schwerer im freien Gelände zu steuern ist als ein geringerer Steuerrohrwinkel.

Stell dir das Steuerrohr (im Bild der Winkel C) wie das Vorderrad eines Einkaufswagens oder einen Roller-Lenker vor.

Der Steuerrohrwinkel bestimmt, wie steil oder flach die Gabel im Rahmen steht:

  • Großer Winkel (z. B. 73° – „steil“): Das Rad steht fast senkrecht auf dem Boden (wie bei einem Rennrad oder Klapprad).
  • Geringer Winkel (z. B. 64° – „flach“): Das Rad ragt weit nach vorne heraus (wie bei einem Chopper-Motorrad oder Downhill-Bike).

Hier sind die drei Gründe, warum ein großer (steiler) Winkel im Gelände schwerer und unsicherer zu steuern ist:

  • Das „Kippel-Gefühl“ (Wenig Nachlauf): Wenn das Rad sehr steil steht, reagiert die Lenkung extrem empfindlich. Jede kleine Bewegung am Lenker versetzt das Vorderrad sofort. Auf flachem Asphalt ist das super wendig, aber über Steine und Wurzeln wird es nervös und wackelig. Ein flacher Winkel zieht das Rad von alleine geradeaus – wie eine Rutsche, die dich stabil in der Spur hält.
  • Der Einklapp-Effekt bei Hindernissen: Triffst du mit einem steilen Vorderrad auf einen Stein oder ein Schlagloch, schiebt sich die Kraft fast direkt von unten nach oben gegen deinen Lenker. Das Rad verhakt sich leichter und der Lenker will schlagartig zur Seite wegdrehen. Bei einem flachen Winkel rollt das Rad einfach über das Hindernis drüber.
  • Überschlaggefahr bergab: Geht es steil bergab, verlagert sich dein Gewicht nach vorne. Bei einem steilen Steuerrohrwinkel bist du ohnehin schon sehr nah an der Vorderachse. Wenn das Rad dann an einer Wurzel hängen bleibt, fühlt es sich sofort so an, als würdest du gleich über den Lenker fliegen. Ein flacher Winkel schiebt das Vorderrad weiter nach vorne weg und gibt dir Halt.

Kurz gesagt: Ein steiler (großer) Winkel ist super, um schnell um enge Kurven auf der Straße zu flitzen. Im Gelände willst du aber einen flachen (geringen) Winkel, weil er wie ein Stoßdämpfer für deine Spurtreue wirkt und das Bike ruhig hält!

Genau was wir bemerken, wendig in der Stadt, anstrengend im freien Gelände. 


MIttwoch 26. August – Lychen nach Himmelforten.

Kein Tag ohne Schwimmen im See vor dem Frühstück. Sabine hat uns danach Knack und Back Brötchen im Omnia gezaubert.

Heute ging es erst späten Nachmittags los, denn für 15 Uhr war ein mobiler Landschlachter angekündigt, der regionale Wildspezialitäten haben sollte. Mit lauten Tönen führ er über den Campingplatz, wie ein Eiswagen. Wir erstanden dann lieber einen schönen großen Saibling auf der Fahrradtour. Die Fischräucherei hatte eigentlich zu. Aber wenn man freundlich fragt. Klar hatte er noch einen Saibling für uns. Groß und 10€ günstig. 

Schnell wurde klar, dass wir diese Strecke auch schon mal geradelt waren. Da war dieses Neubauprojekt von Ferienhäusern direkt am See neben der Fischräucherei. 

DIe Heide blühte hier im Wald, der Weg ging durch die hügelige Landschaft parallel zur alten Bahnlinie.

Wirklich schöne Strecke. Das Wetter war auch entsprechend gut.

In Himmelforten

war die alte Brauerei inzwischen zu einem schönem Veranstaltungszentrum geworden. 

Eine Ausstellung mit Infoblättern informierte über das nahe Frauen KZ, das wir damals auch besucht hatten.

Zusammengefasst, denn morgen geht es weiter, Lychen und auch der Campingplatz Wildwood hat uns sehr gut gefallen. Der See, die ruhige Ecke, in der wir waren ( gut unten am See war bestimmt mehr los ), keine Mücken, saubere und neue Sanitäranlagen, gute Versorgung in Lychen, …

die tollen Aussendusche, die mich an meine Duschblogbeitrag erinnern.

Gerne kommen wir wieder