Donnerstag 27. August – von Lychen nach Stendenitz
Das musste nicht noch sein, so kurz vor dem Bettgehen. Sabine hatte ihr iPhone aktualisiert und plötzlich ging nichts mehr, der Touchscreen reagierte überhaupt nicht!
Nach einigen erfolglosen Versuchen und Ratschläge von der AI mussten wir leider aufgeben und verschoben die Rettungsaktion auf den nächsten Morgen.
Ist doch klar, dass man da nicht gut einschläft.
Heute morgen als erstens beim Kaffee konnte Sabine dann das Ding doch wieder zum Leben erwecken.
Beruhigt konnten wir so im See noch ein letztes Mal schwimmen gehen.
Frühstücken, alles zusammenpacken und plötzlich es war kurz vor 12 Uhr, Abreisezeit.

Ich wollte nicht über kleine Straßen zum nächsten Campingplatz. Ein Feuerwehreinsatz führte zu einer gesperrten Straße kurz vor Fürstenberg, eigentlich da wo die KZ Gedänkstätte ist, mussten wir umdrehen und über Himmelforten die ganz kleinen Straßen mit einem riesigen Umweg fahren.
‚Achtung Rollsplit‘ macht die Straßen nicht besser 🙁
Es schepperte ordentlich im Wagen 🙁
Über Rheinsberg, mit schnell noch etwas Lebensmittel einkaufen für die nächsten Tage, ging es nach Stendenitz am Zermützelsee. Viel Wald haben die hier.

Wir bekamen einen Platz am hinteren Teil des Campingplatzes direkt am Wasser. Zu dem Zeitpunkt war der Platz noch recht leer.

Wir waren gerade beim Kaffee, da kamen Gärtner mit schwerem Gerät und enfernten nebenan oberhalb des Platzes trockenes Gehölz.
Sabine hatte lecker gekocht, das erste Mal für 2 Tage und wir konnten noch lange draussen sitzen. Und auch hier keine Mücken.

Wir hatten einen tollen Vollmond über dem Zermützelsee.
Freitag 28. August – Zermützelsee nach Neuruppin
Schön ruhig war es über Nacht gewesen.

Der See war nicht so schön, die Badestelle am Campingplatz war nicht klein, der Einstieg war auch schön sandig, aber das Wasser war nicht mehr so schön klar.

Dafür war dann der ‚Strand‘ schon am morgen frisch geharkt worden und es gab die Möglichkeit die Klamotten aufzuhängen.
Nach dem Schwimmen noch ein Gespräch mit dem Angler/Paddler, der gerade anlandete. Er hätte einen 90 cm Hecht wieder in den See geworfen, der wäre zu groß gewesen. Und ich war wieder ohne Badehose im Wasser gewesen, nichtsahnend, welche Gefahren da auf mich lauern. Ansonsten hatte er ein interessantes Boot, das mehr an ein Standup Paddel Brett erinnerte, aber mit Anglerstuhl, da wo die Pinne sitzt, hatte er einen Tretantrieb. Sogar einen Bildschirm für einen Tiefensensor hatte er an der linken Seite. Vollste Technik !
Auch unglaublich wie viele WLAN Netzwerke hier auf dem Campingplatz zu sehen sind. Und das noch bevor sich der Platz zum Wochenende wieder richtig füllte.

Die Radtour ging heute über den kleinen Ort Zermützel, ein Stückchen Landstraße mit wieder viel Fallobst von den kleinen roten und gelben Pflaumen und Fahrradstraße bis Molchow.

Hier ist Theodor Fontane Land. ( siehe auch mein Scan )

Über die Brücke zu dem Cafe, das die Hausboote vermietet, die wir auch auf dem See vom Campingplatz aus sehen.

Durch den Wald nach Neuruppin.

Neuruppin hat auch etwas besonderes. Inzwischen waren viele der Straßenarbeiten und der kleine Parks fertig und es war richtig nett geworden. Muss auch viele Touristen anlocken.
Es ging die Waldstrecke westlich von dem Seen zurück. Es war warm und Gewitter lag in der Luft.

Ich schreibe ja eigentlich nicht vom Essen, aber die leckeren Pfifferlinge mit Semmelknödel, die Sabine uns heute zubereitet hat, müssen jetzt doch erwähnt werden.
21.30 Uhr, bin noch am Blog schreiben. Weiter im Norden blitzt es schon. Wir haben alles vorbereitet, wie Bienchenkette abnehmen, sodass wir schnell die Markiese einfahren können.
Samstag 29. August – Binenwalde
Doch kein Gewitter hier bei uns in der letzten Nacht. Aber es war fast im Wagen zu warm zum Schlafen.
Das Schwimmen im See wird langsam zur schönen Gewohnheit.

Sabine hatte im Norden ein Gedeckstätte einer Sabine entdeckt, nach der das Örtchen Binenwalde benannt worden war.

Die riesigen Felder von Windrädern machen mich nicht stolz auf die Energiepolitik in Deutschland. Momentan geht gerade durch die Presse, dass Deuschland die höchsten Energiepreise hat. In eingen Dörfern sahen wir Plakate gegen noch mehr Windräder. Aber die Baustellenzufahrten waren noch zu sehen, bzw an vielen Kreiseln oder Verkehrsinseln lagen noch Stahlplatten für die superlamgen Baufahrzeuge.

Da mussten wir natürlich hin. ( Scan hier )

Gestern hatten wir noch die tollen Radwege hier gelobt. Aber heute waren die Wege ganz das Gegenteil. Wir wurden gleich hinter dem Campingplatz auf einen Waldweg geschickt, der aus Natursteinpflasterung bestand.

Nur auf dem sandigen Seitenstreifen konnte wir fahren und immer wieder dieses Hoppelpflaster, das Sabines Rücken nicht gut tat 🙁

Binenwalde war ein winziger Ort, nett am See gelegen, mit einem großen Gutshof.
Waldwege prägten die heutige Tour.

Zwischendurch ein Abstecher nach Boltenmühle auf Rat einer Radfahrerin, mir wir kurz sprachen. Die erkundete die Gegend mit einem geliehenen E-Bike, da sie heute Abend zu dem Konzert im alten Hangar wollte.

Die Körnung war dann noch ein Stückchen Landstraße, die zwar glatt, aber der Verkehr dann sich doch nicht gut anfühlt.
Das Konzert im Alten Hangar nahe Neuruppin war bis in den späten Abend noch auf dem Campingplatz gut zu hören.
Sonntag 30. August – Lindow ( Mark )
Heute am Sonntag sollte es ruhiger zughen, ganz gemütlich wurde nach dem Schwimmen in See der Tag verdödelt. Es war windig, einige starke Boen.
Und plötzlich ein gewaltiges Knacken direkt vor unserem Wagen. Bei einer morschen alten Weide am Seeufer brach ein gewaltiger Ast ab und donnerte zu Boden. Zu Glück war das 10 Meter von uns entfernt und keiner hat einen Schaden erlitten. Sabine informierte den Campingplatz Betreiber, auch an unserer Badestelle war ein dicker Ast abgebrochen. Es wurde schließlich mit rot/weissem Band abgesperrt.
Ab und zu knackte es noch gefährlich im Laufe des Tages, der Ast hing dort sicher noch unter Spannung.
Die alte Weide war wohl schon zu Zeiten des Kyrill Sturmes ( vor ca 20 Jahren ) mal abgedreht worden, aber der Campingplatzbesitzer darf daran nichts absägen, da die Weide zum Zuständigkeitsbereiches der ‚Unteren Wasserbehörde‘ gehörte.
Wir machten uns doch noch mal auf. Die Räder waren zwar nicht aufgeladen, aber mit Tausch Sabines Akku gegen meinen, schafften wir es doch bis Lindow und zurück.

Im Dorf hinter Zermützel war die Welt noch in Ordnung. Auf dem Dorfplatz gab es Holz und für eine große Feuerschale.
Schön ausgebaute Fahrradwege. Die Schildermacher hatten ihr Einkommen. Fahrradweg Ende, 5 Meter Straße, neues Schild für Fahrradweg Anfang. Deutschland ist total überreguliert. Ebenso die Pfosten, die verhindern sollten, dass jemand auf dem Fahrradweg mit einem Auto fährt. Bei jedem Waldweg waren zwei Pfosten, die auch noch in dem geteerten Stückchen durch kleine Steinpflasterung optisch abgesetzt wurde.
Tolle Radwege, ABER Was sind das für Kosten !!!
Leider habe ich von der Tour sonst keine Bilder gemacht.
Abends schön Grillen.
Wieder ein wunderschöner Abend, das Keuzchen rief in der Ferne.