Paroy

Donnerstag 24. September- von Paray nach Paroy

Doch mal eine Mücke im Wagen, irgendwas summte da in meinem Ohr heute Nacht. 

Die ganze Zeit überhaupt keine Mücken, obwohl wir an Flüssen bzw an einem Kanal waren, machten mich doch etwas stutzig.

Ich radelte noch mal schnell zum Bäcker neben an. Natürlich wieder die Croissants gekauft. Sehr lecker sahen auch die Brioche aus, da gab es zum Glück auch eine kleine Variante, die Große sollte über 8 Euro kosten. War lecker, machte aber nicht richtig satt, da bevorzuge ich doch das klassische Baguette,

Wir liessen uns Zeit, offizielle Abreisezeit war 12 Uhr. Wir hatten alles gepackt und sassen noch etwas in der Sonne, als 20 Minuten vor 12 der Campingplatz Betreiber erschien und fragte, ob wir noch einen Tag verlängern wollten. Jetzt aber los !

Lebensmittel einkaufen für die nächsten Tage war wichtig, denn wir wollten ins OFF. 

Der nächste Campingplatz war zwar nur 50 Kilometer von Paray entfernt, aber die hatten es in sich.

Es ging über Nebenstraßen und über die Dörfer an den Rand des National Parks Morvam. Ganz im Süden lag der Campingplatz Paroy. Es ging also von Paray nach Paroy 🙂

Anfangs erinnerte es etwas an die hügelige holsteinische Schweiz, dann wurde es doch hügeliger. Die Knicks waren auch nur mannshohe geschnittene Hecken und die Felder waren alle nicht grün, sondern hellbraun, nein, fast schon weiss. Weiss waren auch hier die Kühe. 

Der Campingplatz wurde von einem holländischen Pärchen betrieben. Deshalb auch so viele Holländer hier. Nächste Woche war Saison Ende. Jetzt war der Platz fast leer. Wir waren vor Öffnung der Rezeption schon da. 

Es hing für uns ein Zettel aus, wir konnten uns einen Platz aussuchen. 

Kleine Erkundungstour in den Ort unterhalb des Platzes. Gut, dass wir e-Bikes hatten, um wieder rauf zu kommen, ohne e-Bikes wäre ich da nicht runtergerauscht. 

Winziger Ort, mit Hotel, Laden und Kirche 

und nebenan ein Herrenhaus. 

Abends war es auf dem Platz richtig dunkel, hier im oder am Rande des Nationalparks, sollte man auch von Lichterketten absehen, hiess es. Aber eine Lampe am Abwaschplatz wäre doch gut gewesen. Zumindest war das Wasser heiß, als ich mich mit Taschenlampe zu Abwassen aufgemacht hatte. Sabine hatte wieder lecker im Omnia gekocht. 

Die Grillen zirpen. Vorhin war ein Keuzchen zu hören. Ansonsten absolute Stille. Das kennt man fast nicht mehr. Und es wäre komplett dunkel, wäre nicht fast Vollmond. Das verhagelte uns auch den Blick auf den bestimmt tollen Sternenhimmel, denn hier waren keine Städte mit ‚Lichtverschmutzung‘ in der Nähe.


Freitag 25. September – Paroy

Gibt nicht viel zu schreiben heute, denn wir haben fast den ganzen Tag am Wagen verbracht.

Das Wetter war top, 26 Grad. Aber zum in der Sonne liegen war es zu warm und im Schatten war es dann doch erstaunlich frisch.

Ich nutzte die Zeit, um endlich mal die 360 Grad Bilder auf der Insta360 Cloud vom letzten Jahr auf der Tour zum Lago Maggiore in einen Blogbeitrag zu kopieren. Ein dummer Copy und Paste Job. 

Damit wir uns überhaupt ein wenig bewegten, machten wir einen Spaziergang vom Campingplatz aus. 

Welch eine ruhige Gegend. Keine Autos, keine Motorräder, keine Autobahn in der Ferne, nur die Geräusche der Natur ( und mein Tinitus ).

Die Küche blieb kalt, Sabine hatte für Wraps eingekauft und ich konnte noch im hellen abwaschen.