Zweite Woche Norwegen – Stavanger

Samstag 27. Juni – Stavanger

Was auffiel, es wurde Nachts wieder dunkel. 

Wir waren vorgewarnt, unser Liegeplatz war zwar für uns optimal, aber direkt gegenüber der Altstadt von Stavanger. Wenn das Kreuzfahrtschiff dort liegt, bekommen die Häuser morgens keine Sonne. Was mich vor Jahren auf Rhodos beindruckt und ich gleichzeitig entsetzlich fand, war die Dominanz dieser riesigen Schiffe ( und die Invasion der kleinen Orte durch die Kreuzfahrt Touristen ). Jetzt war ich auf der anderen Seite. Richtig gut fühlte ich mich nicht dabei. 

Wir hatten wieder nichts aus den Angeboten gebucht, die von Radtouren, den großen Schwertern bis hin zu dem Felsplatau von xxx reichten

Wir erkundeten die Stadt auf eigenen Füßen, denn das Wetter war optimal, bis zu 24 Grad, was für Norwegen schon fast eine Sensation ist. ( zuhause waren es um die 35 Grad )

Ausgerechnet dieses Wochenende war ein Stavanger ein Streetfood Festival. Es waren viele Buden aufgebaut und gegen Mittag wurde es voll und richtig heiß. Ich war mit meinen Winterschuhen nicht richtig angezogen, aber etwas leichtes wie meine Sandalen hatte ich nicht dabei.

Es ging erst am Hafen entlang, das Schiff war sehr dominant in der Kulisse des Hafens.

Beim Ölmuseum hatten mich die alten Fender für einen Scan gereizt.

Dann zum Turm

Und kreuz und quer durch die nette Innenstadt. 

Erschöpft von der Wärme ging es durch das Gedrängel der Foodstände zum Checkin des Schiffes. 

Das war die Gelegenheit doch das Schwimmbecken aufzusuchen. 

Die Schlange an der Eisbar war lang, aber wir bekamen noch unseren geliebten Eiskaffee Spezial, den mit dem Espresso Eis und dem Schuss Baileys. 

Am Pool wurde schon für die Abschiedsparty aufgebaut.

Bis zum Ablegen war noch Zeit, um das Schiff zu verlassen und die Altstadt gegenüber zu besichtigen. Diese weißen Holzhäuser von 1800 mit den Rosen davor, hatten einen besonderen Reiz, 

die Kopfsteinpflaster-Straßen waren teilweise steil und auch ohne Autoverkehr.

Bin gespannt auf meine Scans:

Luma – Stavanger 3

Abends noch große Abschussparty am Pool. Seltsame Stimmung durch den Seenebel. Leider war es durch den Wind auch nicht mehr so angenehm. 


Sonntag 28. Juni – Seetag 

Morgens nochmals Sport ‚Bauch – Beine – Po‘ mit dem entsprechenden Song dazu. 

Heute gab es nur ein leichtes Frühstück, denn für Mittag 13 Uhr hatten wir unser drittes 4 Gang Menü im ‚Surf and Turf’ gebucht. Dafür mussten wir unsere Regel brechen, es gab Alkohol. Gut gesättigt mit entsprechender Schwere gab es anschließend eine Bettruhe.

‚Deck Ölf‘ – wurde inzwischen im Fahrstuhl die 11 gedrückt, weil die Aussprache der Ansagestimme so witzig klang ? Keiner stieg hier aus. 

Wir gingen noch mal auf Deck 14, die Sonne auf einer der vielen Liegen genießen. Wir kamen in den warmen Bereich in dem ganz Deutschland die letzten Tage unter der Hitzewelle gelitten hatte. Geli hatte sogar ihre Fahrradtour abgebrochen. 

Dicht an dicht lagen sie, alle Liegestühle belegt. Zum Glück fanden wir noch zwei. 

Genau diese große Ansammlung von Menschen liebe ich so. 

Rückblick Inklusive Leistungen

Tui hat eine Inklusiv Strategie auf den Kreuzfahrten.

Im Gegensatz zur Aida war mit der Zahlung des Reisepreises folgendes abgegolten

  • Essen im Restaurant und am wirklich hochwertigenm Buffet, eigene Eis Bar
  • Trinken wie Kaffee und Cocktails , Bier und Wein 24 Stunden pT zapfbar
  • Shows
  • Sportveranstaltungen 
  • Sauna

Ausnahmen waren

  • Höherwertige Menüs in den 3 Spezialitäten Restaurants
  • Wenige exklusive Getränke wie Champagner 
  • Besondere Shows zB Krimidinner mit Menü
  • Besondere Sport- und Wellnessveranstaltungen

Dafür kostete verständlicher Weise jeder Ausflug ( viel ) Geld.

Alles schön buchbar über das interne Internetportal oder der Tui eigenen App.

Aber wie beeinflusst diese all-inklusive Strategie unser Verhalten?

Ich, wir, alle (?) aben noch nie so viele Cocktails getrunken wie hier. Wenn der Cocktail schmeckte, hat man gerne noch einen weiteren bestellt oder einen neuen ausprobiert. Die Liste der angebotenen Cocktails war wirklich lang. Ich habe wirklich aufpassen müssen, dass ich nicht zu viel trinke. 

Am Buffet konnte man sich so viel nachnehmen wie man wollte. Ein Schild erinnerte jedoch daran, dass man das, was man sich auffüllt auch isst. Man glaubt kaum, was manche sich so auffüllen. Dementsprechend sahen sie auch aus. 

Aber es war sehr angenehm,, dass man eigentlich nur mit der Bordkarte unterwegs sein musste, um wieder ins Zimmer zu kommen. Kiki hatte uns dazu als erfahrene Kreuzfahrerin noch so einen Clip mitgegeben. So konnten wir die Bordkarte einfach am Gürtel befestigen und die Karte beim Ein- und Auschecken einfach scannen lassen. Zum Bezahlen haben wir sie nicht gebraucht. 

Meistens hatten wir dann nur noch das Handy für Bilder dabei. An Deck alles völlig sorgenfrei. 

Zusammengefasst 

Es hat uns gefallen, 14 Tage und 4000 Seemeilen vergingen wie im Fluge.

Es blieben einige Fragen offen:

Wie rechnet sich so eine Kreuzfahrt bei all dieser Inklusiver Verpflegung ?

Wie schafft man diese logistische Meisterleistung der hochwertigen Verpflegung ? Z.B. 72.000 Eier wurden in den 14 Tagen verspeist.

Kommen wir wieder, gönnen wir uns nochmal eine Tui Kreuzfahrt ? Wenn ja, wie lange und wohin ?

Abschiedsveranstaltung von der Crew mit vielen Danksagungen


Montag 29. Juni – Ankunft Kiel

Wir schoben bzw zogen unsere Koffer vom Olsokai über den Alten Markt und die Holstenstraße. Wir waren ewig dort nicht mehr gewesen. Traurig diesen Absturz der einstigen Fußgängerzone zu sehen. Welch ein Ende dieser tollen Reise 🙁