H₂ → ⚡
Strom aus Wasserstoff
Tauche in den dreidimensionalen Raum ein und erlebe, wie eine Brennstoffzelle von innen funktioniert – mit VR-Brille, eigenen 3D-Szenen und echter Chemie.
Die Reaktion verstehen
Bevor wir in die VR gehen, müssen wir wissen, was wir visualisieren wollen. Hier ist die Herzreaktion der Brennstoffzelle:
Was in der VR sichtbar werden soll: Die Wasserstoffmoleküle (H₂) werden an der Anode in Protonen (H⁺) und Elektronen (e⁻) aufgespalten. Die Elektronen fließen als elektrischer Strom durch den äußeren Schaltkreis – genau das wollen wir dreidimensional sichtbar machen!
Dein Weg zur VR-Szene
Gehe Schritt für Schritt vor. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf.
Erst schauen, dann bauen. Bevor du eine 3D-Szene erstellst, musst du die Funktionsweise der Brennstoffzelle so gut verstehen, dass du sie jemandem erklären könntest.
- Schau dir auf YouTube ein Erklärvideo zur Brennstoffzelle an (z. B. „Brennstoffzelle einfach erklärt“)
- Skizziere auf Papier: Wo fließen Protonen? Wo Elektronen? Was ist die Membran?
- Beantworte schriftlich: Was ist der Unterschied zwischen einem Akku und einer Brennstoffzelle?
- Optional: Interaktive Simulation auf PhET Interactive Simulations (phet.colorado.edu) ausprobieren
Bevor du selbst etwas baust, schau dir an, was andere schon gemacht haben. Das gibt dir Ideen und ein Gefühl dafür, wie eine gute VR-Szene aussieht.
- Google Arts & Culture: Molekül-Visualisierungen im Browser (kein Headset nötig)
- Merge EDU / Merge Cube: Chemie-3D-Objekte mit dem Handy in Augmented Reality ansehen
- CoSpaces Edu: Vorgefertigte Chemie-VR-Szenen von anderen Schülern durchlaufen
- Schreibe dir auf: Was fehlt dir in diesen Szenen? Was möchtest du besser machen?
Jetzt wird’s ernst! Du baust deine eigene 3D-Szene der Brennstoffzelle. Wähle eines der unten genannten Tools – je nach verfügbarem Gerät.
- Mit CoSpaces Edu: Sphären als H-Atome platzieren, Pfeile für Elektronenfluss, Texte beschriften
- Mit A-Frame (Browser): HTML-Code schreiben – Moleküle als 3D-Kugeln, Animation des Elektronenflusses
- Mit Tinkercad: Brennstoffzellen-Querschnitt als 3D-Modell erstellen und exportieren
- Baue mindestens 3 „Szenen“: (1) Moleküle, (2) Aufspaltung an der Anode, (3) Elektronenfluss = Strom
- Füge beschriftete Erklärungen direkt in der 3D-Szene ein
Das Beste an VR: andere können deine Welt betreten! Zeige deiner Klasse, was du gebaut hast – und erkläre dabei die Chemie.
- Führe 2 Mitschülerinnen oder Mitschüler durch deine VR-Szene (als „virtueller Reiseführer“)
- Erkläre dabei laut und in eigenen Worten: Reaktionsgleichung, Protonen, Elektronen, Membran
- Erstelle ein kurzes Erklärvideo (Screencast) deiner Szene als Backup ohne Headset
- Selbstreflexion: Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?
VR-Tools im Überblick
Hier findest du Tools für jeden Bedarf – egal ob du ein Headset hast oder nur einen Browser.
VR direkt im Browser mit HTML-Code. Kein Download, kein Headset nötig – aber VR-Brille wird unterstützt. Perfekt für erste eigene 3D-Szenen.
Drag-and-Drop-Plattform speziell für Schulen. 3D-Welten ohne Code bauen, mit VR-Brille oder Browser erkunden. Klassenverwaltung für Lehrer.
Augmented Reality mit dem Merge Cube – halte echte Moleküle in der Hand! Eigene Inhalte mit dem Merge Object Viewer laden.
3D-Modelle im Browser bauen und als STL/OBJ exportieren. Kein VR, aber tolle Grundlage für 3D-Objekte, die später in A-Frame landen.
Echte Molekülstrukturen aus wissenschaftlichen Datenbanken (PubChem) im Browser in 3D drehen und erkunden – H₂O und O₂ direkt anschauen.
Virtuelle Chemielabore mit geführten Experimenten zur Elektrochemie. Perfekt wenn eure Schule eine Lizenz hat – fragt euren Lehrer!
Deine erste A-Frame Szene
Kopiere diesen Code in eine Datei wasserstoff.html und öffne sie im Browser.
Schon hast du eine erste 3D-Brennstoffzellen-Szene!
<!-- 1. A-Frame Bibliothek laden --> <script src="https://aframe.io/releases/1.5.0/aframe.min.js"></script> <a-scene background="color: #0a0e1a"> <!-- 2. Wasserstoff-Moleküle (blau) --> <a-sphere position="-2 1.5 -4" radius="0.3" color="#00d4ff" animation="property: position; to: -1 1.5 -4; dur: 2000; loop: true; dir: alternate"></a-sphere> <!-- 3. Sauerstoff-Molekül (grau) --> <a-sphere position="2 1.5 -4" radius="0.4" color="#64748b"></a-sphere> <!-- 4. Membran (transparente Box) --> <a-box position="0 1.5 -4" width="0.08" height="3" depth="2" color="#a855f7" opacity="0.4"></a-box> <!-- 5. Elektron (orange, bewegt sich als Strom) --> <a-sphere position="-1.5 2.5 -4" radius="0.12" color="#ff6b35" animation="property: position; from: -1.5 2.5 -4; to: 1.5 2.5 -4; dur: 1500; loop: true"></a-sphere> <!-- 6. Beschriftungen --> <a-text value="H₂ (Wasserstoff)" position="-2 0.8 -4" color="#00d4ff" align="center"></a-text> <a-text value="⚡ Elektron = Strom!" position="0 3.2 -4" color="#ff6b35" align="center"></a-text> <!-- 7. Kamera (Benutzer-Position) --> <a-camera position="0 1.6 1"></a-camera> </a-scene>
<a-light> für Beleuchtung hinzu und probiere verschiedene animation-Werte aus.
Wie wird deine Arbeit bewertet?
Dein Lehrer bewertet drei Bereiche – hier siehst du, worauf es ankommt.
Chemie stimmt?
Szene nachvollziehbar?
Kannst du es erklären?
So wird’s richtig gut
Erfahrungen aus dem echten VR-Einsatz im Unterricht: