Saisonstart 2021 – WE Oldendorf

Freitag 4. Juni 2021

Corona und auch das Wetter verhinderten einen frühen Start in die Saison 2021. Es war nach ein paar warmen Tagen Ende Februar lange kalt, grau und nass geblieben, sodass wir den Wagen erst das Himmelfahrt WE nach Hause holten.

Auch Pfingsten wurden die Campingplätze noch nicht geöffnet, bzw mit so viel Auflagen versehen, dass es keinen Spaß machte loszufahren. So kam der Wagen noch mal zum Urlaubscheck in die Werkstatt, alles war ok. TÜV war diesen Jahr wieder dran.

Wir erkundeten dafür die nahe Heimat. Den Heidschnucken Wanderweg ab Handeloh kannten wir noch nicht.

Ich hatte am Wagen dieses Jahr nicht viel zu machen, die Mischer für die Wasserhähne musste ich nur wieder einsetzen, die wir wegen möglicher Frostschäden ausgebaut hatten. Weitere Optimierungen mache ich, wenn ich mehr Zeit habe, da gibt es bestimmt noch was, z.B. Eine Rundum Bodenbeleuchtung hatte ich bei Ebay schon markiert.

Noch 5 Arbeitstage und dann habe ich mehr Zeit. Dieses Wochenende war Fronleichnahm im Süden und alle machten daraus ein langes WE. Ich hatte mir dafür auch 2 Urlaubstage aufgespart.

Sabine hatte durch ihre 2-fach Impfung nun alle Freiheiten. Ich bekomme meine 2te Impfung aber erst Ende Juli. Bis dahin muss ich überall ( nach dem heutigen Stand ) einen Test nachweisen. So hatte ich mich gestern für heute morgen bei den Johannitern in den Buchholzer Höfen ( unser ehemaliges City Center ) angemeldet. Hoch mit dem Fahrrad in die Stadt und 3 Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt da gewesen. Ich kam auch gleich ran. Musste nur noch unterschreiben, dass sie mir in die Nase bohren dürfen. Ganz so schlimm wie befürchtet, war das Nasenbohren dann doch nicht. Den anschliessenden Niesreiz konnte ich gerade noch unterdrücken. Ich hatte angegeben, dass sie mir das Ergebnis als Mail schicken. Ob ich es noch auf das Handy haben wollte, wurde ich noch gefragt und war schon wieder raus. Hat keine 5 Minuten gedauert. Bezahlen musste ich auch nichts. Damit sind die Tests aber nicht umsonst, die große Rechnung kommt noch auf uns alle zu. So ein Test soll 18 Euro den Steuerzahler kosten. Hamburg hat schon bis heute 15 Millionen Euro für 700.000 Tests ausgeben. Das waren pro positiv Befundenen ca 20.000 Euro. Alles ein Wahnsinn. Wer soll das alles bloß bezahlen ?

Nach 20 Minuten war die SMS da, Negativ, also alles gut. Aber das hatte ich auch vorhergewusst. Nur jetzt ist es offiziell und ich darf für 48 Stunden mich frei auf einem Campingplatz bewegen. Mit Maske in den Toiletten natürlich.

Dann schlug der Datenschutz auch noch zu. Das Ergebins in dem PDF der Mail war verschlüsselt und es wurde ein Passwort benötigt, ein Passwort hatte ich aber nicht bekommen und nach Durchsucnen meiner Mails war auch keines in den Anmeldungen. Durch Zufall kam ich im Gespräch mit meiner Kollegin Charlotte noch auf das Thema. Sie kannte sich damit aus, da sie es in Hamburg schon mehrfach bei den Johannitern gemacht hatte.

Kurz nach 17 Uhr kamen wir am Campingplatz in Oldendorf an der Oertze an. Da waren wir ja schon mehrfach gewesen. Wenn nicht diese blöde Umleitung vor Wintermmor gewesen wäre, wären wir auch in einer guten Stunde hier angekommen, so wurden es fast 1,5 Stunden. Jedenfalls war der Rabehof schon zu, bis wir die Fahrräder ausgepackt hatten und noch eine kleine Tour bei noch fast 25 Grad machten.

Wir standen fast wieder da, wo wir letztes Mal gestanden hatten. Unter den großen Tannen, weit ab von der großen Wiese. Ich nutzte noch die Gelegenheit für ein erstes Bad im See dieses Jahr. Warum hat man hinterher immer so eine weiche Haut ?

Die Natur hier war in voller Blüte der Rhododendron und voller Vogelgezwitscher, der Kuckuck war unermüdlich, weiter hinten auf dem Weg zum See quarkten die Frösche. Sabine entdeckte einen Maikäfer, den hatten wir beide ewig nicht gesehen.

Die Mücken waren dann Abends doch nicht so schlimm, wie anfangs befürchtet. Aber es kam dann doch schlimmer 🙁

Samstag 5. Juni

Trotz erster Nacht im Wagen haben wir beide gut geschlafen. Es hatte über Nacht nicht sonderlich abgekühlt. Ich bin morgens noch mal in den See. Sogar Sabine war zu überzeugen in das Naß zusteigen. Wenn da wie gestern Abend nichts los ist, dann kann die Badehose gerne trocken bleiben. Man muss ja gar nicht lange schwimmen, um das Erlebnis des stillen Sees zu geniessen.

Kiki und Geli hatten sich für 11 Uhr angesgt. Wir konnten draussen schön frühstücken und Sabine konnte die Mückenstiche vom Vorabend bearbeiten.

Gemeinsam machten wir uns mit Kiki und Geli auf den Weg Richtung Müden, nachdem sie kurz auf den Platz gekommen waren. 3 Euronen Eintritt für Besucher. Eigentlich hatte Sabine gehofft sie kostenlos auf den Platz zu bekommen, aber die Campingbranche braucht jetzt jeden Euro.

Kiki und Geli waren beide mit E-Bikes unterwegs, da waren wir BioBiker etwas im Nachteil, aber es klappte ganz gut mit dem gemeinsamen Tempo.

Die Stecke über Hermannsburg, Wassertretstelle, Müden,

Wassertretstelle an der Wassermühle Müden kannten wir schon.

Auch das Stückchen weiter nach Faßberg zur Gedenkstaette Luftbrücke waren wir schon mal geradelt. Damals war es sehr warm gewesen, jetzt war die Temperatur genau richtig, denn es hatte sich etwas bezogen. Sabine probierte mal Kikies E-Bike aus und war sehr angetan, nachdem sie letzte Woche mal auf dem Fahrrad von Volker gesessen hatte. Überraschend war der Motor von Kikies Fahrrad, ein Herkules, sehr leise. Aber leider sind die Fahrräder immernoch viel zu schwer für die Mitnahme im Bimo. Und gerade vom Bimo aus machen wir unsere großen Fahrradtouren.

Ein Eis in Faßberg konnte nicht schaden.

Müden war etwas ausgestorben im Vergleich zu unseren anderen Besuchen. Der Hermann Lönsstein sollte das nächste Ziel sein. Die E-Biker schafften natürlich den Weg hoch zum Stein ohne Probleme, wir mussten etwas mehr in die Pedale treten, schafften es aber auch. Leider stellte sich später erst heraus, dass das Video von Kiki, wir vier trällern das Lied ‚Herman Löns die Heide brennt, …‘ leider ohne Ton aufgenommen worden ist. Von hier oben konnte man den Wetterumschwung gut sehen. Es war ziemlich schwarz plötzlich am Himmel und schon auf dem Weg runter vom Hügel mit dem Stein fing es an zu tröpfeln.

Ich konnte gerade noch die Heidschnucken für Rosemarie, die Heidschnucken nicht kennt, fotografieren, da fing das Gewitter richtig an und ohne den Unterstand wären wir ziemlich nass geworden. Fast 45 Minuten standen wir mit 3 anderen Frauen in einer Hütte neben dem Parkplatz. Einmal war ein Blitz und ein richtig lauter Donner direkt über uns.

Bis nach Hermannsburg war es dann trocken, dann fing es leider noch mal an und wir kamen alle vier pitschnass am Wagen an.

Kiki hatte noch leckere Wraps im Gepäck und Sabine noch Rabarberkuchen. So saßen wir dann zu viert an unserem kleinen Tisch im Wagen und quatschen über alles mögliche, während es draussen pladerte.

Kurz vor 18 Uhr sind die Beiden dann trotz Regen los zum Wagen und Richtung Brauschweig gefahren.

Ich ging später noch mal eine Runde Schwimmen im See und legte mich mit dem Fahrrad auf dem Rückweg noch ins Gebüsch, einfach das Gleichgewicht verloren als ich einem nassen Zweig ausweichen wollte. Aber alles noch mal gut gegangen.

Am Platz war eine ganz besondere Atmosphäre durch die Dunstschwaden des Regens, im Westen ging die Sonne unter und es sah so aus, als ob im Westen der Wald brennt. Mal sehen, wie das auf den Bildern rauskommt. Sabine schwärmte vom Platz. Warum noch länger Arbeiten?

Es fing wieder leicht an zu regnen. Schön zum Einschlafen.

Sonntag 6. Juni

Sabine hatte wegen ihrer Mückenstiche schlecht geschlafen. Es hatte fast die ganz Nacht geregnet, wir standen erst um 9 Uhr auf. Und da der Regen nicht aufhörte, frühstückten wir im Wagen, machten uns auf den Heimweg und waren kurz nach 12 Uhr schon wieder daheim.

Auch der Garten brauchte uns und die Fahrräder mussten nach dieser Matsch Tour wieder gereinigt und die Ketten neu geölt werden.

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