Montag, 15. Juni 2026 – Abfahrt Kiel

Eigentlich darf man zu dieser Jahreszeit gar nicht in den Urlaub fahren, aber vor knapp einem Jahr hatten wir diese Reise gebucht. Jetzt waren im Garten die Kirschen endlich mal am Baum geblieben und fast reif und wir fahren weg. Jetzt stand der Mangold in voller Pracht und wir fahren weg.

Jetzt blühen fast alle Rosen richtig toll und wir fahren weg.
Unser Wohnmobil war gar nicht aus dem Winterschlaf rausgeholt worden, denn wir hatten genug mit Inga und Jans Umzug die letzten Wochen zu tun. Inga brauchte einfach die Hilfe, denn der kleine Anton brauchte sie zu 100%.
Wir hatten ja schon Routine mit Koffer packen und Haus abschließen, aber diesmal war es doch anders, denn wir hatten uns extra ein Deutschland Ticket besorgt, um mit der Bahn die Anreise nach Kiel zu machen.
Natürlich hatte mal wieder der Metronom Verspätung. Sabine kannte das ja von ihren Fahrten nach Niendorf. Der Metronom ist eigentlich völlig runter gerockt, Verspätungen, defekte Türen, geschlossene Toiletten.

Aber schließlich kamen wir doch in Kiel an, wurden am Bahnhof schon freundlich empfangen und konnten dort unsere Koffer in einen Transporter laden ( wichtig für später ?) und sind dann zu Fuß bis zum Oslo Kai gelaufen. Für die Kieler Woche wurden schon die Buden aufgebaut.

Am Terminal vom Oslo Kai wurde erst mal richtig klar was es heißt mit 2800 Leuten an Bord zu gehen. Da gehen doch ordentlich mehr Leute auf so ein Schiff als in einen Flieger. Lange Schlangen und immer wieder mussten wir unser Ticket vorzeigen. ID Fotos wurden von uns gemacht und schließlich kamen wir an Bord und konnten auch gleich auf unsere Kabine. Nur die Koffer waren nicht da. Na gut, wir waren ja auch gerade erst angekommen.

Kleiner Rundgang durch das gigantisch große Schiff die Restaurants besucht und die Sicherheitsbelehrung absolviert. Zurück zum Zimmer und die Koffer waren immer noch nicht da.
Wir wurden etwas unruhig.

Zum Ablegen ging es auf das Oberdeck, und es gab ein kleines Schlückchen Sekt. Schöner Blick auf Kiel und das Kieler Schloss, wo ich meine Abtanzbälle von der Tanzschule gemacht habe.

Auch konnte man schön die alte Frauen Klinik sehen, wo ich geboren wurde. Ebenso gut zu sehen war das Restaurant Seeburg, wo wir unsere Hochzeit gefeiert haben. Da kommen schon ganz besondere Gefühle hoch.

Aber es war sehr windig und nur 14° warm. Kieler Sommerwetter eben.
Erstmal eine Kleinigkeit essen, in einem der vielen Bars einen Kaffee. Keine Koffer anschließend an der Kabine.
Das Auslaufen aus der Kieler Förde war schon etwas besonderes, wenn man viele Orte mit Erinnerungen verbindet: das Maritim, der Marinehafen, wo ich meinen Wehrdienst abgeleistet habe und unsere Minensucher lagen. Auch relativ gut zu erkennen, war das Café in Holtenau, wo ich gerade zum Fünfzig-jährigen Abi Treffen war. Mönkeberg, Laboe auf der anderen Seite,
Aber an diese Menschenmengen muss ich mich noch gewöhnen.
Schließlich waren dann doch die Koffer an der Kabine 🙂
Gigantische Auswahl im Buffetrestaurant. Aber auch gigantisch viele Menschen. Und viel Personal, fast alles Asiaten. ( zum Abschluss wurde bekanntgegeben, 1075 Personal neben den 2800 Gästen, über 300 vom Personal kamen aus Indonesien )

Die vielen Bars waren schon gut besucht. Das Konzept von Tui sah freies Essen und Trinken vor. Gut, bezahlt hatten wir das alles schon mit der ersten Rechnung. Jetzt kam einem das so vor, als ob alles kostenlos ist. Dementsprechend spielte der Alkohol seine Rolle. Die ersten Prosecco-Lerchen waren schon zu vernehmen.

Auch ungewöhnlich war, dass man kein Trinkgeld gab. Geld und Ausweis hatten wir nicht mehr dabei, nur unseren persönlichen Schiffspass.

Die Zahnradbahn(?) hoch zum Ulriken? Nahmen wir nicht, wir stiefelten teils Treppen, teils sehr gewundene Straße hoch zur ersten Aussichtsplattform.
Eigentlich wollten wir noch die Ansprache vom Kapitän in Theater ( 1000 Plätze ) uns anhören, kamen dann aber zu spät, da wir noch einen Cocktail dazwischen geschoben hatten, und landeten dann in der Abba Show. Das war dann aber doch nichts für uns.

Der erste Sonnenuntergang über dem Meer bzw Dänemark.

Ein AIDA Kreuzffahrt Schiff passierte uns.

Und als letztes Highlight des Tages vor dem Zubettgehen, das Passieren der Brücke zwischen Fünen und der dänischen Insel mit Kopenhagen.
Dienstag 16. Juni – Seetag
Seefahrt macht müde ( oder waren es die Cocktails? ). Gut und tief geschlafen.

Hightlights des Tages
- Geführter Schiffsrundgang, einige neue Plätze entdeckt
- Vortrag über Bergen
- Vortrag über den Geiranger Fjord
Eigentlich müssten wir einen Knopf tragen mit der Aufschrift ‚Wir sind neu hier‘, denn es gibt unglaublich viele, die Mehrfachtäter sind. Beim Frühstücken sassen wir neben einem Paar, die bereits ihre 11te Kreuzfahrt machten und gar nicht zu bremsen waren, uns alle ihre Tipps mitzuteilen.
Man wird zum reinen Konsumenten, ich nenne uns mal SchiffsSchafe, alles wird einem abgenommen. So könnte ich mir später ein Seniorenheim vorstellen. Nur noch Wohlfühlen. Das Abendessen wird schon zur Anstrengung. Alles inklusive, selbst der Aquavit nach dem Essen.
Welch ein Unterschied zum WoMo Reisen, wo man für alles selber verantwortlich ist und selber entscheiden muss!
Entdeckung des Tages
- die Sport Arena mit alles möglichen Geräten für die Fitness
- die ruhige Ecke in der Saftbar, wo wir uns in ruhigere Gefilde zurückziehen konnten, da die Saftbar Abends geschlossen hat. ( Das Glas Wein konnte man von oben mitnehmen )
Der Altersdurchschnitt an Bord ist 61,5 Jahre, ohne die 60 Kinder,
sonst 60,2 Jahre
Mittwoch 17. Juni – Bergen
Als wir aufwachen, legten wir gerade in Bergen an. Sabine hatte uns für morgens schon für die Gymnastik angemeldet, Dehnen und Falten war angesagt. Also erst mal oben ins Sport Deck.

Zufuß konnte man gut vom Hafen in die Stadt laufen.

Wir hatten gestern in einer Vorstellung von Bergen schon mal grob die Sehenswürdigkeiten erklärt bekommen.

So fanden wir uns schnell zurecht.

Das Scandinavische konnte man manchen Jungen und Mädels nicht absprechen, toll war es noch eine Gruppe in Trachten zu sehen.

Ansonsten waren es alle Touristen.

Wir hatten Glück mit dem Wetter, es waren warme 15 Grad und trocken. Kurz kam sogar die Sonne durch.

Schnell waren wir in den so typischen alten Gassen

am Park

und dann an den Häusern am Hafen, die Bergen so bekannt machen.

Daneben das Haus des ‚ehrbaren Kaufmanns‘ , das Bremen und Hamburg gestiftet hatten wg der engen Verbindung damals zur Hanse.

Toller Blick von oben über die Stadt.
In der Ferne konnte man das gigantische Mein-Schiff sehen.

Und noch mal von der anderen Hafenseite die bekannten bunten Häuser.

Vor den Regen waren wir gegen 14 Uhr zurück im Schiff und mussten erstmals die Sicherheitsschleusen passieren, die wie im Flughafen waren.
Neben uns wurde ein Fähre mit ganz vielen Wohnmobilen beladen.

17 Uhr Ablegen und eine 180 Grad Wende des doch nicht so kleinen Schiffes im Hafenbecken genossen wir oben vom Pooldeck in einer regengeschützten Ecke.

Es war schon beeindruckend, diese Fjordlandschaft von Bergen vom Wasser her zu sehen. Sabine hatte recht, so konnte man das nicht im WoMo erleben ( es sei denn, das WoM ist auf der Fähre ).
Für uns im kleinen Theater, Geschichten einer Ehe, zugelassen erst ab 30 Ehejahren, sie schwarz, er weiss. Was will man uns damit sagen ?
Abends beim Cocktail trafen wir ein älteres Ehepaar von der Insel Föhr, sie ehemalige Amerikanerin, ihr Vater war von Föhr ausgewandert. Deren Enkel,wurden 4 sprachig erzogen, sie unterhielt sich mit den Enkeln auf englisch, dann natürlich deutsch, aber auch platt und friesisch.