Anreise Torrox

Freitag 13. Februar bis Müllheim

Zuhause ging es im Schnee los, wir dachten eigentlich sind wir durch, es reichte wirklich nach Wochen von Dauerfrost. Aber letzte Nacht musste es noch mal leicht schneien. Damit hatte ich nicht gerechnet, denn dann hätte ich den Wagen wieder in die Garage gestellt.

Erste lange Tour mit unserem neuen Auto, dem T-Roc. Und richtig eingefahren war er wegen der vielen Schneetage auch noch nicht. Wir müssen uns erstmal aneinander gewöhnen, so viele technische Neuigkeiten. 

Aber dafür hatten wir jetzt ja Zeit.

Erste Meldung, mit der wir nichts anfangen konnten und auch das Handbuch keine Lösung bot

„Kompass nicht verfügbar“. Leider bekamen wir die Meldung auch nicht weg. Nach etlichen Kilometern verschwand sie aber dann. Ist sicher nichts wichtiges. Trotzdem taucht sie spontan ab und zu wieder auf und erst hinter Barcelona fand ich einen Weg, sie zu löschen.

10 Grad dann ab Frankfurt. 

Eigentlich wollten wir bis Paray, aber da hatten wir uns zu viel vorgenommen, denn wir steckten über eine Stunde in einem Stau beim Freizeit Park Rust. 

Hier im Stau kommten wir weitere technische Wunder bestaunen, der Wagen fährt auch im Stau fast von alleine, hält Abstand und fährt nach Stillstand ( wenn er will ) alleine wieder an. 

Schnell noch tanken in Deutschland, denn Frankreich war ( bislang) immer teurer als Deutschland. 

So landeten wir in Müllhein im sehr netten Hotel Alte Post. Wir landeten in der Etage der Dichter.

Kurz noch eine Kleinigkeit beim griechischen Restaurant gegenüber und wir fielen ins Bett.


Samstag 14. Februar bis Narbonne

Und waren fast sofort in Frankreich. 

Dieses Mal wollten wir auf die vielen Kreisel verzichten und mal die mautpflichtigen Autobahn nutzen. 

War alles sehr einfach, hatten uns das komplizierter vorgestellt. Ranfahren und Ticket ziehen oder bezahlen. Ich musste nur aufpassen, dass der Wind nicht das Ticket wegweht oder ich die Kreditkarte fallen lasse. 

Bis Lyon war das Wetter schlecht, nur Regen. Aber der Wagen lief super. Die Technik bremste mich zwar häufig ab, da nur 110 kmh auf nasser Straßen erlaubt waren. Aber wer sagt eigentlich dem Wagen, dass diese trockene Strasse nass ist ?

Die Rhone war fast bis zum überlaufen voll. 

Hinter Lyon kam dann endlich der blaue Himmel. Es gibt ihn noch, lange hatte wir ihn in Buchholz nicht mehr gesehen.

Stau bei einer Autobahnabfahrt, die wollten alle zum Skilaufen, alle mit Skier auf den Dachgepäckträger waren der Beweis. 

In der Gegend von Montpellier standen Felder mit Weinreben unter Wasser.

Es war wieder windig geworden. Wir liefen ca 2,5 Kilometer bis in die Altstadt von Narbonne. Keine schöne Strecke, viel Verkehr entlang der Hauptstraße, aber das Gehen tat gut nach dem langen Sitzen im Wagen. 

Die Überraschung war dann die Kathedrale.

Im angrenzenden Steakhaus vom Hotel war großes Valentine Day Dinner, für uns tat es ein Baguette mit Käse und Wein auf dem Hotelzimmer.


Sonntag 15. Februar bis Yecla

Letzter Abschnitt der Mautpflichtigen Autobahn. Letztendlich haben wir 85 Euro an Gebühr bezahlt, aber dafür viel Zeit gespart. Eine Übernachtung zusätzlich hätte mehr gekostet. 

Die Pyrenäen sind an den Gipfeln noch schneebedeckt. 

Dieser Tank vom neuen Wagen ist doch wesentlich kleiner als der vom alten Passat und er verbraucht auch mehr. Ständig müssen wir tanken. 

Tanken ist momentan in Frankreich nicht teuer als in Deutschland, sogar an den Autobahntankstellen erheblich billiger mit 1.83 als in Deutschland mit 2.20 

In Spanien tankten wir für 1,22 etwas abseits der Autobahn.

Flat tire ? Do not trust strangers! Fake accident ? Warning Highway robbery – große Leuchtschilder über der Autobahn gaben uns zu denken. 

Aber doch entspanntes Fahren rund um Barcelona, heute am Sonntag ist nicht viel los. 

Höchsttemperatur 18 Grad bei Valencia. 

Kurz tanken in Xativa. Hier hätten wir auch übernachten können, aber das kennen wir bereits, wir wollten noch etwas neues und hatten auch noch etwas Zeit, um weiter voranzukommen.

Sabine hatte über Booking einen kleinen privaten Vermieteter ausfindig gemacht, etwas abseits der Route, eine kleine Finca.

Ein Holländer hatte in Amsterdam alles verkauft und mit 50 Jahren noch mal neu angefangen und letztes Jahr diese kleine nette Lokation eröffent.

Leider hatten wir und bei der Anfahrt etwas verfahren, über Google bekommt man manchmal seltsame Ziele. 

Dinner cancling, zum Glück gab unsere Kühlbox noch etwas her. BIer gab es im Kühlschrank vom Appartment.

Geschafft von der langen Fahrt früh ins Bett. Endlich wieder eine Bettdecke für jeden von uns. 


Montag 16. Februar bis Torrox

Um 8 Uhr klopfte es und es wurde uns das Frühstück auf das Zimmer gebracht.

Sehr liebevoll zubereitet.

Auch die Gipfel der Sirra Nevada waren noch schneebedeckt.

Der Wagen fuhr wieder fast von alleine. Murcia und Almeria waren nicht die Pracht, vile Industrie bzw unendliche Flächen von diesen Plastik-Gewächshäusern. Jeder Hügel schien oben flach gemacht und mit einem Gewächshaus bebaut. Aber wir wollen ja all dieses Gemüse aus Spanien, Tomaten, Zuchini, … Die Kolonen der LKWs kommen von hier.

Gegen 15 Uhr erreichten wir Torrox. Schnell noch einkaufen, bevor es nach oben auf die Finca geht, denn die Anfahrt ist schon eine besondere Nummer. 

Das Tor zur Finca war auf, der Schlüssel in der Schlüsselbox. Wir hatten gerade ausgepackt und uns einen Kaffee gemacht, da kamen schon die Vermieter zur Begrüssung von nebenan rüber. 

Kleiner Spaziergang in das ‚Neubaugebiet‘, aber hier hatte sich seit 9 Jahren kaum etwas getan. Aber das müssen wir noch mal im Detail erkunden.

Abendessen kurz nach Sonnenuntergang tatsächlich auf der Terrasse.

So hatten wir uns das vorgestellt. 

Zuhause in Buchholz waren heute morgen -10 Grad und es sollte noch mal geschneit haben.