Italien 2025 – erste Woche

Mittwoch 17. September – Kloster Eremo di Santa

Caterina del Sasso

Sabines Dusche funktionierte mit der Duschmarke. Ich probierte 2 Duschen aus, es kam kein warmes Wasser und duschte kalt, dafür kam ich dann mit 2 Duschmarken zurück. Vor mir hatte jemand das gleiche Problem und seine Duschmarke nicht mehr ( aus Frust ? ) ausgeworfen.

Gegen Mittag schwangen wir uns auf die Räder und radelten gen Norden zum 6 Kilometer entfernten Kloster. Wieder die gleiche Landstraße, wieder der gleiche Verkehr, der wenig Rücksicht auf Radfahrer nahm. Radfahren macht hier wenig Spaß. Den vielen Rennradfahrer schien das aber nichts aus zu machen.

Mit Senioren Ermäßigung zahlten wir pP 3 €. Für einen Euro meht, hätten wir den Fahrstuhl verwenden dürfen. Wir stiegen die 241 Stufen abwärts und später wieder hoch. Zum Glück war es nicht so heiß, dann wäre es richtig anstrengend gewesen.

Das Kloster hing am Felsen, unter uns der See. 

Wir fragten uns, die die dort damals ihre Lebensmittel Versorgung betrieben haben. 

Schon auf dem Hinweg hatten wir eine Bucht weiter, aber noch hier im Ort ein nettes Lokal am Wasser gesehen. Da wollten wir gegen Abend hin. Leider hatten die schon zu als wir kamen. So landeten wir wieder bei der Bar des Campingplatzes.

Sonnenuntergang vor dem Campingplatz.


Donnerstag 18. September – Lago d’Orta 

Abbauen ist schon immer etwas Aufwand, besonders, wenn wir den ‚Teppich‘ im Einsatz hatten. Denn dann muss man beim Einräumen in den Wagen eine besondere Reihenfolge einhalten. Der ‚Teppich‘ muss zuerst in den Wagen, d.h. Man muss alles erst vom ‚Teppich‘ wegnehmen und beiseite stellen, bevor dieser in die Kiste kommt. 

Alles Kleinigkeiten, aber diese Kleinigkeiten sind wichtig, so sollte z.B der Abwasch, der zum Trocknen auf dem Herd steht, weggeräumt sein, bevor man los fährt. Irgentwo ist heute auch dann beim Abwasch der Filter für die Espresso Kanne verlustigt gegangen. Das fanden wir später dann auf dem Neune Campingplatz nicht so lustig 🙁

Beim Lebensmittel einkaufen auch ein neues Erlebnis, wir hatten schon 2 Dinge im Einkaufswagen, plötzlich war unser Wagen weg.  Da wir nicht wussten, wie wir die nächsten Tage einkaufen können, wurde es zu einem Großeinkauf für 4 Tage.

Wir hatten als Reisetip von einer Freundin von Sabine bekommen, wir sollten unbedingt uns die östliche Seite des Lago Maggiore ansehen, denn da wäre es viel ruhiger. 

So war es dann auch, Schon im Süden vom Lago Maggiore wurde es städtischer und voller, alles nicht mehr so dörflich wie die Ecke, die wir die letzten Tage genossen hatten.

Stop beim Koloss San Carlo

Durch die Berge und über enge Landstraßen ging es zum Lago d‘Orta, der viel kleiner war als der Lago Maggiore und von dem wir bislang noch nie etwas gehört hatten.

Die Anfahrt zum Campingplatz war etwas steil mit sehr enger Serpentinen. Wir gönnten uns einen Platz mit Seeblick.

Kurzer Spaziergang in den Ort, denn wir wollten im Schwimmbad noch eine Runde baden. Sabine ging voran und ich bleib am Wagen, wie wir das immer machen, damit wir nicht erst alles abschliessen müssen. 

Als ich dann schwimmen gehen wollte, wurde ich vom Campingplatzbesitzer zurückgerufen, ob ich denn keine Badekappe hätte. Hatte ich natürlich nicht, wo braucht man denn heute noch eine Badekappe ? Aber es ist sein Schwimmbad und seine Regeln, die habe ich zu akzeptieren. So war das nichts mit dem Baden 🙁

Nebenan spielte eine Frau auf der Gitarre, eigentlich nicht schlecht, aber nach einer Stunde nervte es etwas. Hinter uns, kam ein holländisches Päarchen, die von Holland die 1000 Kilometer in eines durchgefahren waren. Die waren aber schon mal hier gewesen. Viele Schweizer mit VW Bussen oder Pössel hier am Platz. 

Jetzt sitzen wir hier um 21.30 Uhr mit Blick auf die Lichter vom Seeufer, es sind noch 18 Grad und die Grillen zirpen. Zur vollen Stunde sind die Kirchenglocken am Wettstreiten 


Freitag 19.September – Lago d‘Orta

Nachtrag zum Duschblog, diese Variante gab es bislang noch nicht. 

Die Dusche war hier rustikal in Holz, zumindest die Eingangstür und auch eine Art Trennwand, statt Duschvorhang (?), die hinten einen Hacken für die Klamotten hatte und dann zum Duschen gegen die Wand geklappt werden konnte. Ansonsten normal mit Fliesen. Aber es fiel gleich auf, hier gab es zwei Duschköpfe, einer für Kaltdusche und einer, der über den Duschmünzenautomaten bedient wurde. Oben am Rand der Duschkabine war ein 20×15 cm großer Kasten mit 4 stelliger roter LED Digitalanzeige. Über einen elektrischen Schalter wurde dann das Warmwasser freigegeben. Mir gruselte es, ich stand mit Füßen in der feuchten Duchkabine und sollte einen elektrischen Schalter betätigen. Der Schalter war zwar für Feuchträume und besonders isoliert, trotzdem war mir nicht wohl. Die 50 Cent Duschmarke reichte für 4 Minuten. So lange brauchte man normalerweise nicht zum Duschen. So kam es, dass man noch Restguthaben eines Vorduschers verduschen konnte oder dem Nachfolger noch ein paar freie Minuten spendierte. 

Auch der Abwasch war hier besonders, über einen elektrischen Schalter öffnete sich ein Ventil für das heisse Wasser, der Warmwasserhahn war aufgedreht und der Wasserhahndrehknopf war abgeschraubt, das kalte Wasser konnte man normal dazu laufen lassen. 

Viele der Dauercamper hatten hier statt Vorzelt eine Holzhütte als Vorbau vor dem Campingwagen. 

Die Nacht war sehr ruhig, endlich wieder ohne Ohrstöpsel. Erst gegen morgen weckte uns das Babygeschrei vom Nachbarn. War nicht unser Business, also noch mal umdrehen 🙂

Die ersten Sonnenstrahlen über den Berg fielen genau auf unsere Ecke, es war zwar nur 15 Grad und das Grass sehr nass, aber wir konnten unseren ersten Kaffee in der Sonne genießen. 

Hier konnte uns keiner sehen, damit konnten wir endlich mal unsere Yoga Matte auspacken und etwas Gymnastik machen. Das Rudern fehlt schon sehr, die Bewegungen auf dem Rad sind etwas einseitg. 

Gemütlich gefrühstückt und dann die Tour runter zum See vorbereitet. Sabine stand das etwas bevor. Das erste Stückchen durch den Ort und bis zummnächsten ging noch. Dann kam die Abfahrt auf der Landstraße. Alles nicht so schlimm, wenn der Verkehr und die teilweise dicht vorbeifahrenden Autos nicht wären. 

‚Ich will doch nicht meinen Todestag auf den hundertsten Geburtstag meiner Mutter legen.‘ 

Traumhafte italienische Kulisse von Omegna am See. Leider machten alle Geschäfte gerade Mittagspause. Ein Problem, dass wir häufig haben, wir kommen einfach zu spät los. 

Noch ein Stückchen am westlichen See entlang.

Hier gab es auch einen Stellplatz 15€ für 12 Stunden, dafür Strandbad um die Ecke, fussläufig in die Stadt. Aber keine Alternative für uns.

Direkt neben den olympischen Ringen, Aber eine Verbindung zu Olympischen Spielen konnte ich nicht ergooglen.

Wir gönnten uns auf dem Rückweg in der doch so toten Fussgänger Zone ein Eis. Die hatten zum Glück wie auch die Bars und Restaurants offen.

Im Coop ein paar Straßen weiter fanden wir zum Glück dann auch noch eine neue Espresso Kanne. 

Am See ging es zurück bis nach Pettenasco, zum Glück war wegen Mittagszeit noch weniger Verkehr. Spass mach es aber auf der Landstraße , fährt man zu weit rechts, kämpft man hier mit Gestrüpp, das über die Leitplanken wächst, Brennnessel und stachelige Brommbeeren kamen hinzu. Nett aber die kleinen privaten Grundstücke am See, mit Liegestühlen und Mini Strand. Dann im ersten Gang den Berg hoch zum Campingplatz. Nie im Leben wären wir hier mit unseren alten Rädern hochgekommen. 

Ein Hoch auf unsere Räder!

Italienischer Käse und Wurst gab es zum Kaffee(?) mit unser neuen Espresso Kanne, die leider doch eine Nummer kleiner ist als die alte. 

Um die Ecke gab es oben im Dorf ein Hotel mit tollem Restaurant ( lt Rezensionen) . Bis 20 Uhr sassen wir noch draußen auf der Terrasse des Restaurants. Was ist das bloß für eine tolle Lebensqualität hier ? Nicht nur gut und günstig gegessen.

Jetzt um 22 Uhr war es eigentlich zu Schade, um ins Bett zu gehen. Man konnte immer noch so toll draußen sitzen. Aber die Tour heute hatte uns wieder geschafft. 


Samstag 20. September – Orta San Giulio

Das einzige was uns gestern Abend am Einschlafen hinderte, war das Kläffen des Hundes, der sich scheinbar eine ganze Zeit mit einem anderen Hund in der Ferne ‚unterhielt‘.

Wieder wie gestern wunderschöner Morgen und trotz Anfangs nur 16 Grad, in der Sonne gut für den ersten Kaffee auszuhalten. 

Wir kamen rechtzeitig los. Ich fand die Abfahrt runter an den See nicht so schlimm, ja, es war etwas steil, aber Sabine musste all ihren Mut zusammen nehmen. 

Die Landstraße am See entlang war genau wie gestern gut frequentiert. So richtig wohl fühlt man sich da nicht. Schade, dass es hier keine Fahrradwege gibt. Aber am See ist alles sehr beengt. 

Vorbei an zwei oder drei Campingplätzen, die zwar direkt am See lagen, aber auch die Landstraße auf der anderen Seite. Oder noch nicht mal am See, sondern nur direkt an der Landstraße und der See dann über die Straße rüber. Da haben wir es ruhiger.

Schon zur Abzweigung zu Orta San Giulio stand ein Karolinchen und ein großer vollgeparkter Busparkplatz deutete auf eine etwas größere touristische Attraktion hin.

Stückchen weiter dann der große PKW Parkplatz. Wir radelten weiter, bis es dann auch für Fahrräder nicht mehr weiter ging. Hier parkten die Einheimischen und wir schlossen unsere Räder an. Helme und Taschen lassen wir inzwischen an den Rädern. 

Wir schafften es gerade von einer großen geführten Reisegruppe durch die erste enge Gasse. 

Unten an der Piazza direkt am See fuhren die Touriboote im 10 Minutentakt auf die Insel im See, hatte was von Hamburg Landungsbrücken mit den Einweisern. 

Mit dem Touristenstrom ging es erst von dort die eine Gasse am See entlang, dann noch mal in die andere. Hatte etwas von Disneyland, nur hier war es echt. Die Stadt oder besser der Ort war ein großes Freilichtmuseum. Hier eine Galerie und dort ein Eisladen. Dazwischen an jeder Ecke ein Cafe oder Restaurant. Restaurants, die auch große Reisegruppen aufnehmen konnten. Es fehlte eigentlich nur noch ein Kreuzfahrtschiff, das hier anlegte.

Nein, das war uns zu touristisch. Und zur Insel sind wir auch nicht mit den Booten. 

Wir radelten zurück zu unserem Ort am See, gingen noch kurz was einkaufen, fanden dabei heraus, dass es hier die Einsätze für die Espressomaschine so einfach zu kaufen gibt. Weiter ging es runter an den See und wir waren überrascht, wie gut besucht und trotzdem sauber dort die kleinen Liegewiesen waren. 

Die Strecke hoch zum Campingplatz war jetzt ja bekannt, es wurde der erste Gang eingelegt und auf Rot gleich Turbo geschaltet und hinauf ging es zum Campingplatz. Hier auf der Strecke war dann zum Glück kein Verkehr mehr.

Den Nachmittag und den Abend verbrachten wir am Wagen . 

Machen die hier Motorrad Rennen noch um 22 Uhr ?


Sonntag 21. September – Warten auf das Unwetter

Für heute waren massive Niederschläge von 120 mm ! und ein Wetterumschwung angekündigt. Wir hatten extra schon den Platz um eInen Tag verlängert, damit wir hier den Regen abwarten konnten. 

Es war bedeckt heute morgen, aber schon 21 Grad, wir brauchten nicht mal unseren Platz in der Sonne. Der Regen sollte aber erst gegen Abend kommen. 

Aber eine kleine Radtour zu einem Wasserfall war noch drin. 

Bei Google konnte man viele Leute sehen, die dort badeten. Wir waren allein und ich musste nicht einmal die Badehose nass machen und konnte so ins Wasser, das bestimmt so um die 18 Grad hatte. Der Untergrund war schön sandig. ( Lufttemperatur war bestimmt schwüle 26 – 28 Grad. ) 

Aber die recht schwarzen Wolken trieben uns wieder zum Campingplatz. Schon mal alles eingepackt und gesichert. Die Markise lasse ich normalerweise auch bei Regen draussen, diese Ankündigung war mir doch zu heftig. Alles rein, auch Teppich und später die Räder.

Gegen 17 Uhr sah fast so aus, als wenn wir wir verschont blieben würden, die dunklen Wolken blieben eine Bergkette weiter hängen. Da war also noch ein kleiner Spaziergang möglich,

der beim kleinen Campingplatz-Bistro mit einem Aperol endete. 

Sabine hatte sich noch mal die Rechnungen von gestern angesehen:

  1. Beim Lebensmitteleinkauf fällt auf
    1. Drei verschiedene Mehrwertsteuersätz,
      1. 4 % für Obst und Gemüse, wir hatten zB Knoblauch und eine Honigmelone 
      2. 10 % für die meisten anderen Sachen, wie Jogurt 
      3. 22 % für besondere Dinge, bei uns war das zB der Orangensaft
  2. Beim Restaurant Besuch
    1. Das Gedeck für 1,50 Euro pP
    2. Die Flasche Wasser für 2,50 Euro ( Zuhause heute min 6 Euro 
    3. Der halbe Liter Wein für 6 Euro ( Zuhause  min für ein Glas 0,2
    4. Mein Filetsteak für 23 Euro ( Zuhause min das doppelte 
    5. Sabines Kaninchen für 17 Euro ( fehlt mir der Vergleich 
    6. Alles inklusive 10 % Mehrwertsteuer