Italien Anreise – Schweiz

Sonntag 7. September – nach Zug

Wir waren schon früh reisefertig. Am Campingplatz war auch Aufbruchstimmung. Das Ferienwochenende war vorbei. 

Durch die wunderschöne Landschaft der schwäbischen Alb ging es über Landstrassen und etwas Autobahn in die Schweiz nach Schaffhausen. Bei der Stadführung gestern hatte der Stadtführer gesagt, Sigmaringen wäre eine der wenigen Städte in Deutschland, die keine Autobahnanbindung hätten und die nächste Autobahn ca 1 Stunde über die Landstraße nur zu errichen war. 

Die Grenze in die Schweiz war ohne Probleme, einfach langsam durchfahren. Da Sonntag war, war auch kein LKW Verkehr. In die andere Richtung war etwas Stau.

In Schaffhausen sind wir extra abgebogen, um den Rheinfall uns anzusehen. Aber beide Parkplätze waren derart voll, es war Sonntag undFerien, dass ich dort mit dem WoMo nicht rein wollte. Einen kleinen Blick auf den Rheinfall konnten wir auf der Anfahrtsstrasse sehen. 

Durch etwas Autobahngewirr kamen wir gut an Zürich vorbei. Autobahn Tunnel können die Schweizer bauen. Ich kam mir wie auf Madeira vor. Übrigens, so viele Ferrari hatte ich lange nicht auf der Aautobahn gesehen. 

Und plätzlch konnten wir die imposanten Alpen sehen, mit schneebedeckten Gipfeln. 

Unser Ziel war ein Bauernhof Camping auf dem Weg zum Gotthard Tunnel. Südlich von Zug am Zuger See ging es etwas in Berge. Die Frau am Campingplatz gestern hatte gesagt, hier in der Schwäbischen Alp sind es noch Hügel, in der Schweiz sind es dann Berge. Recht hatte sie, das war alles etwas steiler. 

Der Bauernhof hatte eine größere Wiese zum Campingplatz gemacht. Ein Traum für Familien mit Kindern, viele Tiere gab es. Aber dieser Platz war auch ein großer Durchgangscampingplatz für Fahrten in den Süden. Unsere Nachbarn wollten morgen schon früh los und die Fähre ab Pisa nach Korsika bekommen.

Der Hammer war aber als gegen Abend ein großer roter Bus von Roteltours anrollte und sich ein paar Plätze weiter hinstellt. Alles Leute, die nicht lange hier verweilen wollen. Wir schon. ( Im nachherein sogar einen Tag länger als geplant)

Morgen wollen wir rund um den See radeln. 

Und den haben wir uns auf einem Spaziergang in den Ort einmal angesehen. Der Wanderweg ging an den Ortsrand in ein Neubaugebiet, feinste Wohngegend mit Blick auf den See und die Schweizer Alpen.  


Montag 8. September – Zuger See

Das waren die teuersten Brötchen, die wir je hatten. Wir hatten uns gestern an der Rezeption vom Campingplatz dazu überreden lassen Brötchen zu bestellen. 3 Stück. Ein mini Dinkel Brötchen für 2 €, die 2 anderen normalen Brötchen für nicht viel weniger.  Die Tüte lag schön beschriftet auf dem Tresen des kleinen Gastwirtschaftsraumes.

Gut gestärkt ging es damit auf die Räder an den See von Zug. 

Erst durch Cham

Mit überall toller Ufer Promenade

Dann durch Zug

Nette ausgebaute Bauernhöfe. Ich hätte doch eine Sennerin heiraten sollen, meinte Sabine. Ich weiss gar nicht, wie ich diese tollen Wohnanlagen mit Blick auf den See geschreiben soll. Und dann gönnt ein Bauer seinen Kühen auch noch Seeblick.

Oder die höchste Steigerung des Wohlstandes, eine Garage direkt am See mit Fenster zum See. Oder noch besser, das Bootshaus am See mit angrenzender Wiese für die Liegestühle.  

Restaurants mit astronomische Preisen auf der Speisekarte mit und ohne Seeblick.

Oder der Surferstrand, wo ich mal die Karte vom Kiosk fotografiert habe. Preise in Schweizer Kronen, zZt plus ca 10 Prozent in Euro.

Der Dieselpreis lag hier am See auch über 2 Euro.

Es sah wie in einer Fallerlandschaft aus, besondern wenn dann noch die Eisenbahn mit roten Waggons langsam durch die grüne Landschaft fuhr. 

Aber nicht alles war schöner Radweg. Teilweise war die Straße am Hang so eng, dass die Radfahrer auf die Strasse mussten. Nicht so schön bei dem Verkehr, besonders zu Schluss kurz vor der Autobahnauffahrt, die wir auch runter gekommen waren.

Die Hohle Gasse durften wir natürlich nicht auslassen. Unsere literarische Bildung wurde zu Schillers Wilhelm Tell hier aufgefrischt.   

Diese typischen Schweizer Bauernhäuser lagen kurz vor unserem Campingplatz. 

Erschöpft fielen wir nach fast 40 Kilometern in unser Liegestühle. Es waren doch einige Steigungen dabei gewesen, die wir ohne e-Bike gar nicht hätten fahren können. 

Und wir hatten einen neuen Nachbarn bekommen, der sich aber nicht an die Camperregel hielt, alle Fahrzeuge schauen in die gleiche Richtung, Damit hatten wir deren Markise angrenzend an unsere und man hatte weniger Privatsphäre. Wenn dann auch noch der Fernseher mit ‚Staatsfernsehen‘ zu uns rüber schallt, ist es mit der Freundschaft vorbei 🙁  


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