Torrox, 4te Woche

Mittwoch 13. März

Unsere letzte Woche in Torrox ist angebrochen. Heute in einer Woche wollen wir wieder los Richtung Heimat. Langsam müssen wir auch anfangen den Rückweg zu planen, da steht bislang noch nichts.

Heute stand Nerja auf dem Programm. Mit etwas mulmigen Erinnerungen an den letzten Besuch, wo mir meine Brieftasche mit allen Papieren und Kreditkarten geklaut worden oder verloren gegangen war. Wir fuhren beide dieses mal ohne Papiere und ohne viel Geld los. Natürlich stand dann gleich am Kreisel zur Ortsumgehung die Polizei und machte Kontrolle. Wir wurde aber nicht angehalten. Puh 🙂

Nerja ist eine andere Nummer, dort ist sehr viel mehr Touristmus.

Über die Autobahn ging es zu dem großen Parkplatz, wo wir auch das letzte Mal in 2017 standen. Inzwischen aber ein offizieller Parkpkatz mit Parkplatzwärtern. Wir rechneten mit Hamburger Parkplatzpreisen, aber der ganze Tag sollte nur 1 Euro kosten 🙂

In einer Gebrauchtbuchhandlung fanden wir 3 kleine nette Kinderbücher für Mikel auf spanisch, die Sabine besonders gefielen.

Der Weg führe uns an dem alten Flußbett entlang zum letzten Strandabschnitt von Nerja Richtung Torrox. Von hier konnte man die Autobahn sehen und erahnen, wo wir oberhalb des Autobahntunnels auf Nerja geschaut hatten.

Auch hier war alles neu und seit unserem letzten Besuch auf dieser Ecke damals noch mit Heidrun, ist hier unheimlich viel gebaut worden.

Entlang einer schönen Uferpromenade, den Hotelgästen auf die Liegen geschaut und den noch wenigen Strandgästen kamen wir zu dem älteren Teil, den wir auch damals mit den Kindern kannten.

Die Hauptattraktion Balcon de Europa war gut besucht.

Natürlich fanden wir sofort das InternetCafe, oder besser den Laden wo früher das Internetcafe war, das wir mit den Kinder aufsuchten. Ein InternetCafe, Gott ist das lange her. Auch die Lokation mit den Flameco Tänzern, die wir damals mit Jana und Inga besuchten gab es noch. Fleischs und Wursts haben wir nicht mehr gesehen, Die Polizeistation jedoch weckte keine guten Erinnerungen.

Zurück ging es die Küstenstraße. Hier ist viel gebaut worden. Camper standen frei auf einem Strandparkplatz direkt am Meer. Der Campingplatz ‚Paradise Beach‘ lag direkt an der Küstenstraße und war alles andere als ein Paradies. Aber auch hier konnte man erkennen, Torrox war noch am wachsen.

Der Wind hatte gedreht, die Autobahn war jetzt am Haus laut zu hören. Vorher kam der Wind aus den Bergen. Aber wir konnten dafür weiterhin schön Abends mit runtergelassenen Markisen draussen sitzen. Die Frösche veranstalteten ihr Konzert bis es richtig dunkel wurde.


Donnerstag 14 März

Tag am Pool in der Sonne verdödelt. Damit wir uns aber noch etwas bewegen, sind wir späten Nachmittag noch mal am Haus runter und wollten den direkten Weg durch die Olivenhaine wie damals zur römischen Brücke finden.

Klappte aber nicht, denn es lag eine bewirtschaftete Fläche dazwischen. Da kehrten wir um. Ich machte ein paar 360 Grad Videos, mal sehen, was daraus wird.

Aber das ist die Gelegenheit doch noch mal was über die Unterschiede von Spanien zu Deutschland zu schreiben.

Hier gibt es z.B.

kein Pfandsystem für Glas Flaschen, Aludosen und Plastikflaschen, die landen im Verpackungsmülle

Mülltrennung aber keine Trennung von Grünmüll, einen Kompost gibt es auch nicht auf dem Grundstück

Bauschutt, auch Biomüll, Reste aus den Gewächshäusern mit Folien oder kaputten Plastikkisten wird leider manchmal einfach so in die Landschaft gekippt, das stört uns gewaltig bei den Spaziergängen

die Wasserleitungen liegen hier im ländlichen Bereich alle offen neben den Straßen, aber zum Glück habe ich keine kaputten Leitungen mehr gesehen, wie noch vor Jahren, wo das Wasser so einfach versickerte. Das können die sich bei dem Wasserproblem, das die hier haben auch nicht leisten

die Stromleitungen sind auch alle größtenteils überirdisch und in den Ortschaften manchmal abenteuerlich, aber es funktioniert. Dafür hat aber jeder Haushalt einen digitalen Zähler und die Tarife sind unterschiedlich zur Tageszeit, so unsere Vermieteter.

Hier gibt es noch Straßenfeger, alles sehr sauber

Das Internet, das wir hier bekommen kommt per Funk über das Tal, so wie ich verstanden haben, teilt jemand in Torrox sein WLAN mit den Häusern hier oben. Das wäre in Deutschland so nicht erlaubt.

Auch hier wäre PV ideal und viele könnten sich, wie unsere Vermieter über die Sonne sich selber versorgen, aber es gibt nur ganz wenige private Installationen.

Feuerholz, das sie hier eigentlich wenig haben, kostet hier 60 Euro den Raummeter ( bei uns inzwischen 140 Euro ?), Verkauf beim Immobilienmarkler, der auch LKWs mit großem Wassertank vermitteln kann.

Warm Wasser mittels Solarthermie haben aber hier fast alle.

Avokado wird hier angebaut, obwohl Avokado eigentlich am meisten Wasser braucht und das bei der Wasserknappheit hier im Süden. Unten im Tal ist einer, der Avocadobäumchen züchtet. 3 Euro kostet das Kilo Avocado beim Straßenverkauf vom Opa. Und das, obwohl hier im Ort und in der Umgebung Abends das Wasser abgestellt wird, damit Wasser gespart wird. Unsere Häuser sind nicht betroffen, da sie einen eigenen Brunnen haben.

‚Jeder Spanier kann mauern‘ so unsere Vermieterin. Deshalb sehen viele Grundstücke auch wie Baustellen aus.

Es werden hier, wie all die Jahre, immer noch viele Immobilien verkauft. Bau ist ein großer Wirtschaftszweig.


Freitag 15. März

Heute mal keine Gymnastik und etwas schneller Frühstück, denn wir wollten nach Competa, obwohl es mit der endlich wärmeren Morgenluft zu einem längeren Frühstück auf der Terrasse einlud.

Die Strecke nach Competa war eine gute Landstarße, aber sehr kurvenreich. Der Frühstückskaffee schwappte ordentlich im Magen hin und her, obwohl ich vielerorts nur 40 fahren durfte. Ich hätte heute kein Beifahrer sein dürfen.

Vor den Radfahrern, die hier hoch fahren, hatten wir großen Respekt.

Auf der Zufahrt zu Competa hielten wir direkt vor https://competaproperties.com/de/ Die hatten auch in Torrox eine große Filiale. Später im Ort waren an einer Straße 4 Immobiliengeschäfte nebeneinander.

Check out this scene in 3D and virtual reality on Sketchfab:
https://sketchfab.com/models/b635914fde984281830730bdd9141e5d
Competa Church

Ich versuchte mich weiter im Lidar Scannen.

Es ging nur aufwärts innerhalb von Competa. Die Straßen wurden immer enger und schließlich nur Gassen .

Sehr hübsch und man gibt sich viel Mühe eines der weißen Dörfer von Andalusien zu sein. 2 Frauen strichen vor unseren Füßen die Treppenstufen weiß an.

Auch hier wieder alles sehr sauber, die Straßenreinigung war zu Fuß zu zweit unterwegs. Die Steigung machte denen nichts mehr aus.

Kirche, Marktplatz, zum Einkaufen, was Touristen und Einheimische an Lebensmittel was man so besucht. Nach Torrox ist es zu weit zum Einkaufen.

Kleine Plätze luden immer wieder zum Verweilen ein. Die Anwohner hatten sich selber kleine Hinterhofoasen gestaltet. Teilweise konnte man die von oben einsehen.

Wir suchten die schönste Stelle für einen Ausblick ins Tal, aber von der Straße aus, war kaum ein guter Blick zu erhaschen, so stiegen wir höher und höher bis wir an einem Cafe landeten.

Hier saßen wir mit den Einheimischen, die zur Mittagszeit schon ihr Bier bzw Wein trunken. Gut, es war Freitag Mittag, vielleicht war die Woche gut gelaufen. Oder ist das immer so ?

Ein Fanzose stoppte mit seinem Campingbus vor dem Cafe und die Beifahrerein fagte nach dem Weg. Hierher möchte ich mich mit dem Bimo auch nicht verirren. Sie mussten umdrehen, für Camper ging es hier nicht weiter. Aber es war doch verwunderlich in welchen engen Gassen dann doch noch ein PKW stand.

Drei meiner 360 Grad Bilder, wie dieses, sind inzwischen bei Google Maps in Competa zu finden.


Samstag 16. März

Unten in Torrox Costa Lebensmittel einkaufen ist inzwischen Routine. Was nicht Routine ist, wenn auf dem steilen Stück hinter der Brücke zu den Ferienhäusern ein Lieferwagen entgegen kommt und ich mit dem Wagen dann doch ganz langsam und so eng an dem vorbei muss, damit wir nicht den Abhang runterstürzen. Denn eine Leitplanke gibt es nach wie vor nicht.

Damit wir nicht nur auf den Liegen in der Sonne liegen, ging es gegen Abend noch mal zu Fuß nach unten nach Torrox Pueblo. Die Restaurants waren gut besucht und wir sahen mehr Menschen auf den Straßen. Fast alles alte Leute, wenig Kinder.

Der Bäcker hatte für uns zum Glück noch etwas Süßes zum Kaffee für morgen. Im kleinen Restaurant saßen Skandinavier neben uns. Eigentlich wollten wir mal Torrox im dunkeln erleben, aber den ‚Aufstieg‘ zum Haus im Dunkeln war uns dann doch nicht recht und dann würde es erst so spät den Stockfisch geben.


Sonntag 17. März

Die Luft ist wunderschön warm morgens, wir können draußen schon in kurzer Hose frühstücken. Aber bei uns ist die Luft irgentwie raus. In Gedanken sind wir schon am Planen für die Rückfahrt. Wir haben uns dann auch mal hingesetzt und entschieden, dass wir nicht über Madrid und Paris zurückfahren, sondern die gleiche Strecke, die wir gekommen sind: Mittwoch Abend ein Stop hinter Valencia, Donnerstag über die Grenze und dann zwei Stopps in Frankreich. Es zieht dann doch heimwärts.

Späten Nachmittag nochmal ein Gang zum Aussichtspunkt Richtung Nerja.

ÖUnglaublich, was ein Zoom so kann. Mit der Panasonic Kamera konnte ich bis auf den Parkplatz, wo wir die Tage vorher standen, heranzoomen.

Blick Richtung Torrox

Die vielen Schritte, die ich in diesen Tagen mehr als sonst gemacht habe, kann ich gut auf meinem iPhone nachweisen.

Von einem IBM Kollegen hatte ich dieses Buch empfohlen bekommen. Leseprobe auf den Kindle geladen und begeistert gelesen, dass ich mir heute gleich das ganze Buch gekauft habe. Wie einfach das Buch Kaufen doch geworden ist. Ohne Kindle und Internet wäre ich doch nie zu diesem Buch gekommen.

Orange glühte aber nicht nur der Bildschrim, sondern auch der Himmel über Torrox. Keine digitale Änderung von mir an dem Bild, aber wer weiss was heute noch das Orginal ist ?

Ich hatte auf der Liege einige Prompts für die zukunftswerkstatt an der AI von Copilot ausprobiert.


Montag 18. März

Kiki hatte heute Geburstag und Mikel konnte ganz süß schon ‚Kikii‘ sagen , wie süß.

Die letzten Einkäufe für die Fahrt machten wir in Calleta

und verlängerten dafür den Promenadenspaziergang bis nach Torre del Mar. Interessant war dort der befestigte Sand am Strand, als wenn die dort am Wochenende einen ‚Strandlauf‘ (?) hatten und dafür den Strand auf Wegesbreite festgerüttelt hatten. Nebenan war er so weich, dass man in Sand einsackte.

Im Strandrestaurant, das wir vom letzten Mal kannten, gab es wieder lecker was zu Esssen.


Dienstag 18. März

Packen, saubermachen, um 18 Uhr kommen die Vermieter zur Übergabe. 50 € hatten wir an Nebenkosten, das haben andere pro Woche, wir wären sehr sparsam gewesen. Nächste Woche kommt die Nichte mit 2 kleinen Kindern. Deshalb wäre auch der Pool noch abgedeckt.

Hoffentlich ist Zuhause auch schon etwas Frühling. Für mich könnten die warmen Klamotten einfach weiter im Koffer bleiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert