Mittwoch 6. März
Ich hatte mich mit dem RC in Velez-Malaga in Verbindung gesetzt und konnte heute am Meeting teilnehmen.

Da das Hotel in dem das Meeting stattfand, auf der Webseite einen ganz tollen Eindruck machte, beschlossen wir gestern Abend kurzerhand, dass ich nicht alleine dort hinfahre, sondern dass wir dort gemeinsam übernachten. Booking macht es einem einfach. Urlaub im Urlaub sozusagen.
Das hatte auch noch den großen Vorteil, dass ich hier auf die Casa nicht im Dunkeln den schmalen Weg hochfahren muss.

Der Weg dorthin ging durch Mangofelder. Nach dem Einchecken machten wir erstmal einen kleinen Rundgang. Leider hatten wir unsere Badesachen vergessen, sonst hätten wir noch super eine Runde schwimmen können.

Das ist bestimmt auch eine cool Hochzeitslokation. Eine Familie feierte mit ihren Kindern so etwas wie Kommunion,

die beiden Mädchen waren in hübsche Kleidern gesteckt worden und eine Fotografin machte von den beiden Aufnahmen. Passte irgentwie zur Abendstimmung.

Ich hatte ein internationales RC Meeting, der Club war erst im letzten Jahr neu gegründet worden und hatte Mitglieder aus verschiedenen Ländern. Ich war froh, dass ich nicht wieder heimfahren musste, denn zum Esssen wurde mit dem Menü auch Wein aus- und nachgeschenkt.
Gut gegessen und mit vielen Informationen im Kopf war dieser Tag mal was ganz anderes als in der Casa.
Donnerstag 7. März
Mit einem guten Hotelfrühstück im Bauch ging es in die Altstadt von Velez-Malaga rein.

Eigentlich wollten wir zur Kirche, bei der wir das letzte Mal die Semana Santa Prozession gesehen hatten. Wie lange ist das schon her ? Ich muss unbedingt die Bilder und auch die Videos suchen. Es waren damals damals die ersten Videos, die ich mit der Fotokamera machte. Da war jedes MegaByte noch richtig viel.

Aber wir hatten uns verlaufen und landeten oben auf der Burg.Überrascht wie sauber alles hier im Aufgang zum Turm war, gingen wir die enge Steintreppe bis nach oben auf die Plattform.
Zur Kirche fanden wir dann doch noch.

https://maps.app.goo.gl/WZVpTZXBYd6tL8nc6?g_st=ic
Über die Innenstadt, wo schon für Semana Santa (?) aufgebaut wurde, ging es dann noch mit dem Auto zum Eroski an der Autobahn, für unsere Verpflegung der nächsten Tage.
Freitag und Samstag 8. u 9. März
Mittwoch hatten wir Halbzeit, 2 Wochen haben wir noch hier in Torrox. Da gestern und heute nicht viel passiert ist, die Gelegenheit für ein erstes Resume:

4 Wochen sind schon lang, vor allem, wenn man keine richtigen Aufgaben hat. Wäre das hier mein Haus, hätte ich schon längst mit der Gartenarbeit begonnen, aber es gibt nicht mal Gartengeräte. Nur im Internet surfen, ist auch nicht die Lösung, da stehen zu viele schlechte Nachrichen, die einen nur runter ziehen.
Die 4 Wochen waren ja aus dem Heike Winnemuth Buch entstanden, wo sie nach einem Gewinn bei ‚Wetten dass‘ viel Geld gewonnen hatte und ein Jahr für jeweils 4 Wochen in einer anderen Stadt, in einem anderen Land war.

Wir sind hier oben auf der Casa doch ziemlich einsam. Gut, man könnte jeden Tag wie heute Nachmittag in den Ort gehen, aber das ist doch ziemlich anstrengend, auch wenn es uns immer leichter fällt, zumal es momentan nicht so heiß ist. Bei richtiger Hitze ist es eine Qual, kennen wir auch.

Das Entfliehen der grauen Tage in Buchholz hat gut geklappt, was ja das eigentliche Ziel der Reise war. Es war nicht immer sonning und warm, aber doch viel besser als Zuhause. Dafür vermissen wir hier doch die Gemütlichkeit von Zuhause. Irgentwie ist die Casa um diese Jahreszeit noch kalt und etwas klamm (?). Es fehlt so der Kuschelfaktor. Liegt es daran, dass die Schiebefenster nicht dicht sind ? Bei dem Sturm, den wir teilweise hatten, zog es doch ordentlich durch das Haus. Der Kamin bzw das Oliven (?) Holz brannte nicht so gut und wärmte damit nicht so wie Zuhause 🙁

Abends sitzen wir tatsächlich lieber draussen auf der Terrasse bei heruntergelassenen Markisen, als im Wohnzimmer. Die Stühle am Esstisch sind zwar klassisch spanisch, aber nichts zum gemütlich sitzen
Auch im Schlafzimmer, da ist man froh, wenn man es endlich unter der Decke warm hat und wir legen uns schon zusätzlich eine Decke noch obendrauf. Da schlafen wir im Bimo doch tatsächlich besser, auch wenn es im Bimo enger ist.

Der Ort Torrox gegenüber ist eine ganze Ecke leiser geworden. Früher knatterten hier mehr die Motorräder durch die Straßen und das Gebäll der Hunde war viel mehr zu hören.

Ein Glück, dass wir uns für Torrox entschieden haben und nicht für Nordspanien, denn dort schneit es diese Tage.
Sonntag 10. März
Es hatte Nachts wieder ordentlich geregnet und gepfiffen. Es war auch zu kalt zum draußen frühstücken, also blieben wir drinnen auf den ungemütlichen Stühlen 🙁 Das Duschwasser wurde auch nicht richtig warm. Woher sollte auch die Solarthermie die Wärme dafür nehmen ?
Gegen Mitte risse es teilweise auf und etwas Sonne kam raus.

Das war das ideale Wetter, um ganz runter zur römischen Brücke zu laufen und wieder hoch nach Torrox Pueblo rein.
Über den Kreisel von der Zufahrt zu Puerto Narxia ging es bis unter die Autobahnbrücke.. Bis dahin waren wir schon einen anderen Tag gekommen. Hier ging tatsächlich ein beschilderter Pfad ab, ganz runter zum Fluß, den man dann mit der alten römischen Brücke überquerte.
Da musste man schon ordentlich aufpassen, wohin man trat. Der Regen hatte aber es nicht nur etwas rutschiger gemacht, er hatte auch alles bunter gemacht. Die Blüten kamen kräftig. Durch ein paar vertrocknete Dornen und eine kleine Furt kamen wir auf die Seite, die wir damals direkt vom Haus runter durch die Olivenhaine gekommen sein müssen.
Der Bach unter der Brücke rauschte kräftig, das Regenwasser der letzten 2 Tage brachte endlich den Fluss mal wieder Geltung.

Und dann ging es wieder kräftig hoch bis an die alte Hauptstrasse von Torrox Pueblo.

Gut warm war es inzwischen geworden, denn die Sonne war wieder da.
Noch ein Gang durch das sonntägliche Torrox und ein Cafe con Leche und ab auf die Liegen , denn jetzt war es richtig schön wieder geworden. Hoffentlich bleibt das so die nächsten Tage.
Montag 11. März
Hurra, wir konnten wieder draussen frühstücken. Der Himmel war blau und die Sonne wärmte so gut, dass es trotz der noch relativ kalten Luft ok war draussen zu sitzen.
Wir mussten einkaufen, das wollten wir heute verbinden mit einem Besuch von der Promenade von Caleta de Velez, der Ort vor Velez-Malaga an der Küste. Sabine hatte da einen Tip in einer FB Gruppe gefunden.
Ich probierte mal aus, einen Timelaps von unserer Fahrt runter in den Ort zu machen, aber der ist aber etwas schnell geworden. Muss ich noch mal machen. Die Kamera hatte ich vorne an dem Kühlergrill festgemacht.
Es ging runternach Torrox Costa und dann die Küstenstraße entlang. Torrox zog sich, die Küste ist total verbaut. Aber der Regen hatte die Natur verändert, überall blühte es mit einem Mal. Das Gras war grüner und viele Flächen leuchteten in einem knalligem Gelb.
Zwischen Lagos und Mazquitilla gab es tatsächlich noch mal einen Abschnitte ohne Bebauung, hier waren die Berge auch fast bis an die Küste ran.

In Mazquitilla stellten wir unseren Wagen schön in den Schatten und liefen die ganze Uferpromenade.





Hier war alles noch etwas ursprünglicher, die Promenade war zwar neu, aber dahinter waren keinen Touristengeschäfte.

Ab und zu ein Restaurant. Der Strand war nicht so gepflegt wie in Torrox, auch waren zu viele große Steine im dunklem Sand. Aber es wurde viel für den Touristmus gemacht, es gab Toilettenhäuschen am Strand, und vor uns fuhr gerade die Stadtreinigung und kontrollierte die Toilettenhäuschen. Auch hier Gärtner, die die Bepflanzungen pflegen und Straßenkehrer, die sauber machen, das kennen wir so gut wie nicht mehr in Deutschland.

Wir sind bis an den Hafen von Calete de Velez gewandert.
Kurz vorher hatten wir eine nettes Strandrestaurant gesehen, da kehrten wir auf dem Rückweg ein.

Der doppelte Espresso kostete dort 1,50 Euro, das kleine Bier 1,60 Euro. Die kleine Portion fritierte kleine Calamris gab es für 5 Euro, die große Portion hätte ich nie geschafft. Wo bekommt man noch was in Deutschland für 5 Euro als Mahlzeit ?
Die Attraktion in dem Strandrestaurant war aber die einzige weibliche Bedienung, gekleidet in knallenger hüfthoher Gymnastikhose, die jede Konturen des Hinterteils optisch gut aufbereitete. Darf ich das überhaupt hier schreiben ? Ein Foto zu machen habe ich mich nicht getraut 😉

Das Eis hinterher beim Italiener war auch sehr lecker. Da müssen wir noch mal hin 🙂 Schon etwas befremdlich, hier ist uns warm genug und wir erfreuen uns an dem erfrischenden Eis und oben auf den Bergen liegt der Schnee.
Der Mercadona war brand neu und in 9 Minuten über die Autobahn waren wir an der Abfahrt Torrox. Eine echte Alternative zum Eroski.
Die Zeit reichte noch für etwas Sonne auf der Liege.
Dienstag 12. März

Damit wir den Tag nicht komplett in der Sonne verdödeln, sind wir noch mal zu Wasserspeicher hoch.

Ich habe mich in weiteren Timelaps mit der Insta360 versucht, aber bin nicht glücklich mit den Ergebnissen. Intervall 10 sec und 5 sec geht gar nicht für Spaziergänge. Videos sind wahrscheinlich besser.
