Dienstag 4. April bis Einbeck
Sabine war noch ihre neue Sonnenbrille in Tostedt abholen. Eigentlich hatten wir alles gepackt, aber es wurde dann doch 12.20 Uhr, bis wir loskamen.
Wagen in die Garage, Heizung und Wasser abstellen, letzten Müll raus, …
Es war doch etwas anderes für 3 Monate weg zu fahren als für 2 Wochen.
Die Frostschutzsicherung von der Heizung machte mir das Befüllen des Tanks schwer. Immer wieder löste sie aus, das Wasser aus der Heizung lief über die Notablassung raus und die Wasser Pumpe pumpte fleissig Wasser nach 🙁
Da musste ich mir was einfallen lassen.
Einbeck war unser erstes Ziel, der Stellplatz am Schwimmbad war ideal, der Weg in die Stadt kurz.
Es waren nur wenige Fahrzeuge auf dem Platz, nicht mal halb voll. Aber es ist ja Vorsaison, auch wenn es schon die Woche vor Ostern ist. Dann auch noch zu kalt.
Mittwoch 5. April bis Mainz
in Einbeck es war die Nacht über ziemlich kalt ziemlich kalt heißt richtig kalt und richtig kalt hier ist es waren draußen -3° und drinnen nur noch 3° wir haben etwas gefroren und das Wasser hätte auch in der Heizung frieren können.
Heute Morgen waren wir im Schwimmbad es war kalt auch in den Schlafsäcken aber Sabine konnte mich dann doch motivieren aufzustehen nachdem wir die Heizung etwas angeworfen haben noch zum Schwimmbad zu gehen. Im Schwimmbad selber war nicht viel los wir sind quasi alleine gewesen es war eine Familie gerade mit uns noch in den Umkleidekabinen die heute Morgen schon um 9:00 Uhr oder vor 9:00 Uhr mit ihren kleinen Kindern unterwegs war das ist was anderes.
Es ist doch etwas anderes ob man nur für ein Wochenende mit dem Wohnmobil unterwegs ist oder ob man jetzt wirklich auf eine so lange Reise geht. Wir haben doch etwas zu Hause liegen lassen stellten wir unterwegs fest im Kühlschrank war noch was zurückgeblieben. Auch ich hatte etwas vergessen es waren die Kabel für die iPhones. auch wie ist das mit Reparaturen wie zum Beispiel stellten wir gestern Abend fest dass die LED Leiste an dem Bett mit einmal abgebrochen war und zwar die Kabel an der LED Leiste. Jetzt fehlte mir ein Lötkolben um das schnell mal wieder an zu löten den habe ich natürlich nicht. dieses ist ein erster Versuch mal mein Tagebuch per Spracheingabe zu betreiben. Ich glaube mit etwas Übung wird das sehr viel einfacher da muss man gucken wie man das hinbekommt dass man sich wirklich das alles so schnell überlegt was wobei man beim Schreiben doch sehr viel mehr Zeit hat. klar da muss man dann noch mal drüber gehen aber das ist einfacher als das alles einzeln zu tippen auch wenn ich eine Tastatur dabei habe. aber jetzt stehen wir hier am Schwimmbad Sabine ist noch etwas arbeiten sie hilft ihrer Kollegen noch bei den letzten Abrechnungen die Kollegin die für sie den Job übernommen hat weiß eben noch nicht ganz so Bescheid und freut sich dass sie dann doch noch einmal Hilfestellung gibt.
In Kassel die Autobahn Richtung Marburg genommen und dann, als die Autobahn aufhörte, die 18 Kilometer nach Alsfeld. Aber die hatten es in sich, die Straße war furchtbar eng und einige große LKWs kamen uns entgegen. Das war genau die Stecke, die ich letztes Jahr nach dem Zug2 Wochenende auf dem Rückweg genommen hatte, wo ich noch gedacht hatte, ich hätte mich verfahren und es mich fast unser Treppe gekostet hätte, als ich einem LKW ausweichen musste und vom Randstreifen abkam und einen Straßenpfosten mit der Treppe mitgenommen hatte.
Kurze Pause vor Alsfeld, dann die Autobahn Richtung Frankfurt und Wiesbaden zum Campingplatz in Mainz-Kastel.
Je weiter wir in die Rheinebene kamen, um so mehr konnten wir erkennen, dass hier der Frühling schon etwas weiter gekommen war.
Wieder einen super Platz bekommen, mit direktem Blick über den Rhein auf den Mainzer Dom.
Eingentlich wollte ich mit den Fahrrädern noch in die Altstadt, aber das lohnte nicht mehr. Wir konnten die Fahrräder im Wagen lassen und setzten uns noch mit einem Tee auf einen Bank am Rhein vor dem Campingplatz.

Damit sind wir gar nicht in Mainz gewesen, sondern nur auf der anderen Seite, die zu Wiesbaden gehörte. Mit dem Blick auf das Hilton und den MAG Tower kamen wieder viel alte IBM Erinnerungen hoch. Ich bin in keiner anderen Stadt mit IBM so viel gewesen wie in Mainz.

Mit Uschi und Otto trafen wir uns in der Bastion, einem Restaurant das wir in nicht mal 10 Minuten zu Fuss erreichen konnten.
Nett haben wir dort zusammengesessen, viel über Reisen gesprochen und konnten die Sonne über dem Rhein untergehen sehen.
Noch mal wollten wir nicht noch mal so frieren wie die letzte Nacht und sind etwas dicker eingepackt in die Schlafsäcke gefallen.
Donnerstag 6. April bis Sasbachwalden.
Morgens waren es dann doch noch 6 Grad im Wagen.
Aber die Sonne kam raus und schien schön auf den Wagen, sodaß wir tatsächlich ohne Heizung auskamen.
Über Worms und Karlsruhe ging es die Autobahn weiter gen Süden.

Die Kirschen blühten auf dem Weg hoch nach Sasbachwalden, hier hatte ich einen Tip von einem ehemaligen Kollegen bekommen, dass hier ein schöner Stellplatz sein sollte.

Wer fährt schon hier her, hatte ich gedacht und mir keine Gedanken um einen freien Platz gemacht. – Wir bekamen tatsächlich den letzten Platz von ca 30 Plätzen. Echter Kuschel-Stellplatz. Das hätte ich nicht gedacht. Im Laufe des Abend kamen noch weiter Camper und die zeichneten sich einen Stell-Platz auf dem auf dem Park-Platz.

Die Empfehlung für die urige Dorfweinschänke passte leider nicht, die waren Donnerstag geschlossen. Aber es gab genügend Auswahl. Nach Flammkuchen und Weinschorle kann ich auch gut ein kleines Mittagsschläfchen halten.

Der Weg hoch zum Kurzentrum und dann weiter zum Wasserfall, sind wir dann aber nicht mehr zu Ende gegangen. Zu steil und zu weit, zumal gleich Regen aufkommen sollte.

Wir erstanden noch einen örtlichen Wein und wg Ostern eine kleine Flasche Eierlikör in der Winzergenossenschaft an der Zufahrt zum Stellplatz. Für ganz Durstige gab es auch einen Automaten, um an Wein zu kommen.
Nachtrag, der Eierlikör auf Schwarzwälder Kirsch Basis war erst etwas anders, dann richtig 😋
Machen wir dann morgen den ‚Schnapsbrunnenweg‘ ? Auf 6 Stationen sollen in Brunnen gekühlte Schnäpse der Region zu kosten sein. Endlich können mal unsere Schnapsgläser mit den Lederband zum Umhängen zum Einsatz bringen 😉
Um 20 Uhr fing es leicht an zu regnen. Draußen waren es noch 10 Grad. Dann wird es hoffentlich auch nicht wieder so kalt. Der Regen wirkte einschläfernd. Immernoch kamen Wohnmobile, der Überlaufplatz war inzwischen auch recht voll, die Wagen standen inzwischen auf der anderen Bachseite, auf dem Weg zum Friedhof.
Karfreitag, 7. April bis Lörrach
Die Temperaturen steigen, heute morgen waren es im Wagen 13 Grad und draußen 9 Grad 🙂
Der Parkplatz war richtig voll mit Wohnmobilen, auch 2 grossen alten Bussen, die zum Wohnmobil umgebaut worden waren, eines davon war einmal ein Bücherbus. Direkt eneben dem Toilettenhäuschen stand auch ein LKW mit weisser Standard Kabine, nur hinten, wenn man die Rampe runtergefahren hatte, konnte man ein Wohnmobil erkennen, hinter der Rampe sah es auch wie ein Hauseingang 🙂 Daneben ein weiterer großer Bus, der sogar auf dem Dach noch eine Veranda hatte. Wie der Bücherbus hatter er auch einen 2 Meter hohen Blechschonstein auf dem Dach. Ich möchte die Dinger nicht fahren und auch nicht wissen, was die an Benzin oder Diesel fressen.

Wir entschieden uns für den Schnapsbrunnen Wanderweg. Sabine hatte gestern eine Wanderkarte aus der Auslage vom Kurhaus mitgenommen.
Wir starteten gegen die Laufrichtung, da wir gestern quasi schon den Anfang gesehen ( ohne die Brunnen ) hatten.

Es ging in den Weinbergen höher und höher. Trotz der kühlen Temperatur, waren wir durchgeschwitzt. Die Schnapsbrunnen kamen erst später ( in richtiger Richtung wäre es früher gewesen ), dann aber einer nach dem anderen.

Einen Schnaps ( oder mehrere ? ) am Vormittag, so gleich nach dem Frühstück, war nicht unsere Sache, aber die Idee war für viele Wanderer toll, an jedem Brunnen waren Leute am Probieren.

Der Weg durch die Weinberge brachte einen tollen Blick auf den Ort Sasbachwalden, ganz in der Ferne konnten wir unser Wohnmobil auf dem Parkplatz sehen.

Unglaublich, wenn ich mein Zoom nutze, kann ich von hier oben das Nummerschild lesen.

Wir kürzten etwas ab, ich war etwas unterzuckert und eben war mir etwas schwindelig gewesen, da will ich nicht zwischen den Steinen umkippen 🙁 sodaß wir den Wasserfall auch ein zweites Mal nicht zu Gesicht gekamen.

Dafür einen kleinen Einblick in die Schlucht zum Wasserfall.

Kleine Pause, zusammenpacken, viel war es nicht und ab auf die Autobahn Richtung Lörrach.

Die 150 Kilometer zogen sich durch den starken Osterreiseverkehr, aber immerhin hatte sich keiner auf die Autobahn geklebt, wie heute morgen vor dem St.Gotthard Tunnel und gestern in Hamburg vor den Elbbrücken und dem Elbtunnel :((
Für die Jahreszeit war es viel zu kalt hier unten in der Freiburger Ecke, der eigenlich wärmsten Ecke Deutschlands. Wir waren froh, dass es nicht regnete.

Wir hatten reserviert, so wurden wir schnell auf den Platz gelassen.
Kurze Pause, dann Räder ausgepackt und mit den Rädern nach Lörrach rein. Das war nicht weit und wegen Karfreitag auch kaum Verkehr. Eine schöne Fahrradstraße hatten sie, die uns direkt in die Stadt brachte.
Die Einkaufsstraße war dann doch größer als Anfangs gedacht.
Morgen wollen wir mal die Drei-Ländertour machen, wenn das Wetter gut ist.
Wir hatten zwar freies Wlan auf dem Platz, aber es taugte nicht für die einfachste Anwendung 😢
Ostersamstag 8. April
Es war doch wieder kühler über Nacht, aber wir gewöhnen uns an die ‚Frische‘ im Wagen, ohne morgens schon die Heizung anmachen zu müssen. Zum Frühstück sind es dann meistens um die 15 Grad im Wagen.
Das Wetter war nicht besonders gut, kaum Sonne, aber trocken. Also los zur Drei-Länder-Tour.
Raus aus Lörrach entlang eines Flusses und plötzlich waren wir im Nachbarort Riehen in der Schweiz, eine Grenze hatten wir nicht gesehen, nur pötzlich waren es andere Läden, wie Migros etc.
Es war ein Vorort von Basel und zu meiner Verwunderung war die Grenze hier nicht der Rhein, sondern die Schweiz begann noch nördlich des Rheins. Den älteren Herren, den ich nach dem Fahrradweg nach Basel fragte, antwortete mir in einer Sprache, die ich kaum verstand. Echtes Swytzerduetsch (?).

Es ging auf guten Fahrradwegen entlang der Straßenbahn in den nördlichen Teil von Basel.
Sabine kam dann zum Glück auf die Idee, doch unsere Handys auf Flugmodus zu stellen, da unser Roamingtarif nicht für die Schweiz gilt. Hier gilt auch unser Euro nicht. Wir kannten nicht mal den Wechselkursus. ( Später rausgefunden 1:1 )

Schnell waren wir auf der Brücke über den Rhein mit Blick auf die Altstadt.

In der Altstadt wimmelte es von Touristen, die Läden hatten auf und alle genossen diesen doch recht warmen Ostersamstag.

Direkt am Rheinufer ging es entlang bis plötzlich ein Grenzschild kam. Das schöne Basel und die Schweiz war hier zu Ende und Frankreich begann mit Industrieanlagen.

Nicht weit war es bis zur ( längsten freitragenden ? ) Fußgänger Hängebrücke, die Frankreich mit Deutschland verband. Auf der französischen Seite waren ganz neu 2 große Appartementblocks gebaut worden. Weil am Rhein war mehr wie klein Istanbul.
5 mal überquerten wir eine Grenze. D-S-F-D-S-D. Nur einmal war ein Grenzhäuschen und Schranken, aber ohne Personal, zu sehen. So einfach hätten wir uns den Grenzübertritt nicht vorgestellt. Auf der Autobahn war Richtung Schweiz scheinbar ganz großer Zirkus für LKWs.
Ostersonntag 9. April
Drinnen 9 Grad, draussen 3 Grad, aber es sollte der erste Frühlingstag werden, denn der Himmel war blau.
Dösen in der Sonne, den nicht zu überhörbaren Gespächen der Nachbarn lauschen, war dann doch nicht unser Ding und wir radelten den Fluß Wiese hinauf. Schöner breiter geteerter Radweg, der aber auch als Rad ‚Rennstrecke‘ genutzt wurde.
Ein Eis im Dorf Steinen und schön bergab zurück. Wir hatten so viel ‚Schwung‘, dass wir fast an Lörrach vorbei radelten und noch mal umkehrten, um nicht durch die Stadt zurück fahren mussten.
Dann Dösen in der Sonne und den nicht zu überhörbaren Gespächen der Nachbarn lauschen, die ihren Schweizer Besuch beschallten.
Vorbereitungen für die Durchfahrt von Frankreich, die Sabine bevor stand, weil man nichts Gutes im Vorfeld hörte. Ich sah das ganz entspannt.
Es war wirklich der erste richtige Frühlingstag gewesen.
Ostermontag 10. April Paray-le-Monial
Wer gibt der Kirche eigentlich das Recht, morgens so früh um 7 Uhr schon die Glocken zu läuten ?
So sind wir früh aufgestanden, es war noch mal mit 9 Grad kühl im Wagen und wieder nur 3 Grad draussen gewesen. Das Thermostatventil für die Heizung hatte ich gesichert. Es wäre sicher jede Nacht aufgegangen, hätte uns einen Schreck eingejagt und unnötig das ganze Heizungswasser abgelassen. Da muss ich noch mal was ändern. Auch scheint das Ventil nicht ganz zu schliessen.
Fahrräder, Tisch und Stühle hatte ich gestern schon verstaut. Wir mussten noch Wasser nachtanken und waren so schon kurz nach 10 Uhr auf der Autobahn. Noch mal volltanken für 1,73 €/l tat weh, aber in Frankreich war es auf der Strecken dann noch teurer.
Wir wollten mautfrei durch Frankreich fahren.
Erst ging es über die Autobahn, dann Schnellstraßen und Route de National. Große Kreisel waren einfach zu befahren, es war, wahrscheinlich wegen Ostern, nicht viel auf den Straßen los. Fast noch weniger als bei uns.
Richtige Rastplätze gab es hier nicht. Wegen Pinkelpause musste ich dann doch mal an einem von diesen Seitenstreifenplätzen anhalten. Bei der Abfahrt wäre dann fast ein Unfall passiert. Ich hatte zwar kurz nach vorn geschaut, aber mich dann doch mehr auf den Rückspiegel konzentriert, dass ich nicht mitbekam, dass ausgerechnet als ich den Parkstreifen verlassen wollte, jemand von vorne überholte und ich ihm auf meiner Spur gerade noch ausweichen konnte. Das war knapp gewesen!
Noch etwas aufgekratz von dem gerade zum Glück nicht erlebten Unfall, muss ich dann in eine Radarfalle in einer Baustelle geraten sein. Die blitzen hier in Frankreich ganz gemein von der gegenüberliegenden Straßenseite. In einer Baustelle war wohl 50, ich bin bestimmt 60 gefahren, als es plötzlich blitzte. Mal sehen was da kommt 🙁

In Paray-le-Monial hatte Sabine dann einen kostenlosen Stellplatz gefunden, nur ein paar Kilometer ab von unserer Strecke. Die Campingplätze waren alle zu dieser Zeit hier in der Gegend noch nicht geöffent.

Der Ort lag direkt an einem Kanal und war in der Fußgängerzone erst vor kurzem renoviert worden. Beim Gang durch Park und den Ort war alles ziemlich tot. Auch alle Restaurants hatten zu. Da ist am Ostermontag bei uns mehr los.

Alternative war noch eine Pizza aus dem Pizza-Automaten. In 4 Minuten wäre die frisch gebackene Pizza fertig gewesen, wir hätten sogar zwischen verschiedenen Varianten wählen können. Dann doch lieber die eigene Bimobil Küche.
Unglaublich was sich manche so auf einem Stellplatz rausnehmen. 2 weisse Lieferwagen hatten sich am Rande zu einer kleinen Wagenburg aufgebaut, Pavillion Bremen und Zelt aufgebaut und grillten davor 🙁
Die Gaseinleitungsgefahr war hier dann doch nicht gegeben. Wir standen zwischen lauter Franzosen in einem kleinen Ort.
Dienstag 11. April bis Millau
Tanken für 1,83 €/l und beim Lidl einkaufen und los ging es.
Google Maps meinte es gut mit uns und hatte die kürzeste Strecke rausgesucht, die über kleinste Straßen, fast Feldwege führte, bis wir über Vichy dann in Clermont Ferant endlich auf die Autobahn A75 führte. Für die letzten Kilometer mussten wir dann doch noch 3€ bezahlen, weil falsch abgebogen, obwohl ich 3 x im Kreisverkehr gekreiselt bin.
Dann ging es über 200 Kilometer ähnlich den Kassler Bergen rauf und runter. Ich musste noch nie so viel die Motorbremse einsetzen wie auf dieser Strecke. Auch waren die Autobahnkurven teilweise so eng, dass ich Angst hatte, das Bimobil kippt mir bei diesen Geschwindigkeiten durch die Fliehkräft und die ungünstige Fahrzeughöhe um. Lieber etwas langsamer fahren. Bis 1150 Meter sind wir hoch gewesen.
Die mautfreie Stecke ging bis zum Viadukt von Millau. Kurz vor der Brücke sind wir dann ins Tal zum Ort Millau. Hier sollten mehrer Campingplätze sein, einer sollte schon geöffnet sein. Wir steuerten den an. Es war der erste aus unserer Richtung. Später beim Spaziergang in den Ort stellten wir fest, dass noch mindestens 4 weitere auf dem Weg in den Ort kamen, die scheinbar auch geöffnet waren.
Wir hatten es nicht schlecht getroffen, es war nicht viel los auf dem Platz. Wir konnten uns was ausssuchen. Für 13 € standen wir incl Strom und frei Duschen am hinteren Ende des Platzes. WLAN wr auch incl. Aber das reichte nicht bis hier her.

Wir machten gleich einen Spaziergang in den Ort über den Fluß. Recht neu war das Einkaufszentrum. Hier am Stadtrand mit Blick auf die Berge waren auch etliche Bars und Restaurants. Dass die Leute noch gleich mit den Fahrrad in den Supermarkt fahren, hätte noch gefehlt, aber bis vor die Tür im Einkaufszentrum wurde schon das Fahrrad genutzt.
Abends war es tatsächlich noch warm genug, dass wir draußen zu Abend essen konnten. Wird das Wetter jetzt endlich besser ? ( Spoiler, nein, wurde es nicht )
Mittwoch 12. April
Die Paragliding Schule war direkt vor unserem Campingplatz auf der anderen Straßenseite. Wir beobachtenten mehrere bei der Landung. So ein Rucksack mit all dem Zeug weigt nicht viel. Für 65 € hätte man mitfliegen können. Nein, das war nichts für uns.
Heute ging es aber mit dem Fahrrad in den Ort. Hinter dem Einkaufszentrum entdeckten wir eine alte Markthalle. Brav schlossen wir die Räder vor der Halle ab. Auch hier war eine Frau mit ihrem E-Bike in der Markthalle. Zu wertvoll, dass man es draussen abschliessen kann ? In der Halle waren Fisch- und Fleisch-Stände. Hier wurde schon der erste Wein getrunken und man liess es sich bei einem Kaffee gut gehen.
Dann entdeckten wir eine Straße weiter noch einen Markt und folgten den kleinen Einkaufsgässchen und hatten uns etwas verloren. Bergab ging es wieder zum Fluß und wir waren, wie wir später feststellten an der anderen Seite des Ortes rausgekommen.

Wir folgten dem Flußlauf, denn wir wollten noch mal das Viadukt von unten sehen. Dafür mussten wir dann aber noch mal kräftig bergauf strampeln und zum Schluß die Räder schieben, damit wir diesen Blick bekamen.

Der riesige Supermarkt lag auf dem Weg. Er erinnerte uns an die großen spainschen Supermärkte, die wir so lieben, mit den großen Fischabteilungen.

Der Radweg verlief dann auf der ‚richtigen‘ Seite des Flusses, aber wir kamen an der völlig anderen Seite des Ortes raus. Also durften wir bei den Kanuten, die wir bei einem Wettkampf beobachteten, wieder über den Fluß. Das Wasser war eiskalt, die Jungs frierten ganz ordenlich. Teilweise eine schöne Promenade. Und dann später an ‚unserer‘ Brücke noch mal zurück.
Es fing an zu regnen, hoffentlich nur kurz, denn wir hatten zum ersten Mal unseren Teppich ausgebracht und hatten zum Grillen eingekauft.
Nix mit Grillen, draußen war es kalt und regnete. Gut, dass wir unser Baguette und den Käse hatten. Das muss reichen für heute. – Und der neue Teppich muss auch mal eingeweiht werden 😉

Gestern Abend war an der Bar nichts los, ich hatte mir vorgestellt ich könnte mich dort einfach hinsetzen und etwas das Wlan für diessen Block nutzen, denn das an sich kostenfreie Wlan reichte nicht bis in unsere hintere Ecke vom Campingplatz. Sabine kam mit. Die zwar überdachte aber offene Bar war zu kalt zum hinsetzen. Es kam auch gleich eine nette Kellnerin. Wir konnten uns tatsächlich in das beheizte Restaurant setzen und dort surfen und wir gönnten uns dabei einen Cocktail 🙂 So bekam ich endlich mal meine Bilder hochgeladen. Ein richtig gutes Netz hatten die hier.
Donnerstag 13. April
Warum schreibe ich eigentlich den Wochentag hier mit auf ? Inzwischen sind wir so weit weg vom Wochenrhytmus, dass ich mir wirklich bewusst machen muss, welchen Wochentag wir haben. Auch Sabine denkt überhaupt nicht mehr an ihre Praxis und Buchholz ist ganz weit weg.

Es war wieder kalt heute morgen und laufend zogen Schauer durch. Eigenlich wollten wir noch eine weiter Nacht bleiben, aber es war hier einfach zu ungemütlich. Der Campingplatz war schön gelegen, aber das war nicht alles, es musste auch das Wetter mitspielen. Dieser Platz war für besseres Wetter ausgelgt, die Sanitärgebäude waren völlig offen und damit nicht beheizt, man hatte das Gefühl auf der WC Schüssel festzufrieren, denn es gab hier auch keine Klodeckel. Ich war froh, dass es überhaupt Kloschüsseln gab und nicht die französischen Hockklos. Mit der Dusche war meinen eigene Schuld, zu spät hatte ich das Schild ‚Duche froide‘ an der von mir ausgewählten Dusche gesehen. Das Duschwasser wurde in der ohnehin 6 Grad kalten Umgebung auch nicht warm 🙁
Auch wenn wir hier sehr günstig für 13 € die Nacht gestanden hatten, so entschieden wir uns doch für die Weiterfahrt in den hoffentlich etwas wärmeren Süden. So richtig warme Tage hatten wir bislang noch nicht gehabt 🙁
Kurz beim Supermarkt einkaufen und eine erste Erfahrung mit Tanken an einer Tankstelle ohne Kasse, nur mit Karte zahlen war angesagt, dafür günstig wie nie zuvor. Sabine fragte erst einen franzosen, wie das geht. Freunlich sind die hier alle und sie bekam es super erklärt, sodaß wir uns da auch rantrauten.
Es ging kräftig aus dem Tal wieder auf die Höhe von dem Viadukt. Kurz hatten wir noch mal einen tollen Ausblick auf die Brücke, leider konnte man hier nicht anhalten für ein Bild.
Und dann kam die Autobahn, wieder fast 150 Kilometer mit Verhältnissen wie in den Kasseler Bergen. 7,5% Gefälle auf der Autobahn !!!
Endlich konnten wir das Mittelmeer sehen, aber die Landstraße, die fast parallel zur Autobahn verlief, nahm kein Ende bis zum nächsten Campingplatz. An die französischen Kreisel hatte ich mich inzwischen ganz gut gewöhnt. And die Doppelkreisel noich nicht ganz. Manchmal war auch unser GoogleMaps Stimme nicht schnell genug oder nicht genau genug, dass ich einen Kreisel 2 oder 3 mal umrunden musste, bis wir die richtige Ausfahrt oder dann doch die falsche genommen hatten.
Jetzt hatten wir aber die größten langen Strecken der Hinreise hinter uns. Die Pyrenäen lagen rechts von uns und es waren schneebedeckte Gipfel dabei. In Andorra sollte es später am Tag noch scheien.

Wir landeten in St Jean Pla de Corts. Hinter dem Fluß war ein Campingplatz mit beheiztem Schwimmbad und machten gleich einen Gang in den alten Teil vom Ort auf der anderen Flußseite. Es gab hier ganz viele Natursteinhäuser, die Dämmwerte möchte ich nicht wissen, vielleicht im Sommer schön kühl.

Ich ging tatsächlich eine Runde ins beheizte Schwimmbad. Wenn wir so etwas geboten bekommen, muss ich es nutzen 🙂 Und endlich konnten wir den Grill anwerfen.
Die Regenfront staute sich eindrucksvoll an den Pyrenäen. In Andorra soll es noch geschneit haben. Etwas Schnee konnten wir hier noch auf den Gipfeln sehen.

VR funktioniert auch vor dem Wohnmobil, ich bekam gar nicht mit, wie schnell es plötzlich dunkel wurde 😉
Freitag 14. April

Sabine hatte eine Fahrradstrecke rausgesucht. Wir radelten in den Ort und dann weiter auf einer schönen Strecke am Fluss entlag in den Nachbarort Le Boulou.

Leider war nichts so richtig auf, einen Bäcker mit einem Kaffee hätten wir gebrauchen können. Das Wetter war etwas ‚belastend‘, denn im Schatten war es noch recht kühl, wenn die Sonne raus kam, war es dann doch ordentlich warm.

Durch die Weinfelder, der Wein wächst hier ganz flach auf dem sehr steinigen Erdboden, ging es zum Schluß noch ordentlich bergauf in das kleine Bergdorf.

Auch alles sehr ausgestorben, wo sind die Einwohner ? Die alten Herren waren alle beim Boole Spielen ? Sind das alles Ferienhäuser ? Und nix zum hinsetzen für einen Kaffee 🙁

Samstag 15. April

Mit dem Fahrrad rein nach Ceret, hier soll heute Markt sein, hatten gestern das Pärchen aus Recklinghausen erzählt, die mit ihrem VW Bus neben uns standen. Deren Tour: In 14 Tagen Barcelona und zurück.

Ich hatte heute mal meine Insta360 auf dem Fahrradlenker montiert und wollte mal ausprobieren, wie während der Fahrt Bilder gemacht werden können. Die Bilder sind mM nach gut geworden, jedoch das Wechseln auf das 360 Grad Modul muss ich noch etwas üben.

Im Hintergrund noch Schnee auf den Pyrenäengipfeln.


In den Ort ging es wieder ordentlich bergauf und es war wieder recht warm. Mein Kreislauf sackte etwas ab. Auf dem Weg durch den Markt war ich etwas neben der Spur.




Der Markt in Ceret war kein gewöhnlicher Wochenmarkt, es war mehr ein Kunsthandwerkermarkt. Handgemachte Seifen, Schmuck, gehäkelte Kleider, Töpferware sowie alles mögliche zu Futtern, und natürlich etwas Wochenmarkt mit Gemüse, Wurst und Käse.

Heute werden in Deutschland die Atomkraftwerke abgeschaltet. Hier in Frankreich haben wir auf der Durchfahrt nicht mehr als 10 Windräder gesehen. Einmal einen Solarpark. Solarpanele auf den Dächer gar keine. Die Wärmepumpen erwiesen sich alle als klassische Klimaanlagen. Die Häuser sind hier alle sehr alt, teilweise noch aus Naturstein gemauert. Hier unten in Südfrankreich sind ganz viele Ferienhäuser,
Hier wehte seit heute morgen ein kräftiger Wind, der uns fast vom Fahrrad geweht hat, den Wein vom Tisch geweht hat, den Liegestuhl umgeweht und … Möge dieser kräftige Wind uns in Deutschland retten.
Noch ein Spaziergang in den Ort und 360 Gradaufnahmen gemacht.
Market in Céret
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Saint Jean Pla de Corts
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